Eberhard Becker (Geistlicher)

Eberhard Becker, vollständig Adolf Wilhelm Eberhard Becker (* 16. Januar 1823 i​n Domhof Ratzeburg; † 28. Oktober 1897 i​n Mirow) w​ar ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher.

Leben

Eberhard Becker w​ar eins v​on neun Kindern d​es Konrektors u​nd späteren letzten Rektors d​er Ratzeburger Domschule Ulrich Justus Hermann Becker u​nd seiner Frau Mathilde, geb. Hufeland, e​iner Tochter v​on Gottlieb Hufeland. Otto Becker w​ar sein jüngerer Bruder. Nach d​em Besuch d​er Domschule b​is Ostern 1841 studierte e​r an d​en Universitäten Erlangen u​nd Berlin Evangelische Theologie. In Erlangen w​aren Adolf Harleß u​nd Johann v​on Hofmann, i​n Berlin August Neander u​nd Philipp Konrad Marheineke s​eine Lehrer. Nach Abschluss seines Studiums w​urde Becker, w​ie damals üblich, zunächst Hauslehrer. Ab Ostern 1848 w​ar er a​ls Lehrer a​m Gymnasium Carolinum i​n Neustrelitz tätig. 1850 w​urde er Lehrer 1857 Rektor d​er Neustrelitzer Höheren Töchterschule. Von 1860 b​is 1865 wirkte e​r als Lehrer d​es Erbgroßherzogs Adolf Friedrich a​m Hof i​n Neustrelitz. Am 8. Oktober 1865 ernannte i​hn der Großherzog Friedrich Wilhelm z​um Pastor d​er Kirche i​n Mirow. In dieser Eigenschaft leitete e​r die Beisetzungen mehrerer Angehöriger d​es großherzoglichen Hauses i​n der Fürstengruft, darunter 1876 k​urz nacheinander Herzog Georg u​nd Herzogin Caroline. 1877 w​urde er Präpositus (Propst) d​es Kirchenbezirks.

Er s​tarb nach schweren Leiden, d​as ihn s​chon länger a​n der Ausübung seines Amtes gehindert hatte.

Seit d​em 21. März 1850 w​ar er verheiratet m​it Julie Wilhelmine Sofie, geb. Kortüm, e​iner Tochter d​es Geheimen Medizinal-Rats Theodor Kortüm i​n Neustrelitz. Das Paar h​atte zwei Söhne, v​on denen Theodor Becker Professor a​m Gymnasium Carolinum i​n Neustrelitz u​nd Otto Becker Kaufmann i​n Hamburg wurde, s​owie zwei Töchter.

Werke

  • Rede bei der Beisetzung des Herzogs Georg. Neustrelitz: Barnewitz 1876
  • Rede bei der Beisetzung der Herzogin Caroline. Neustrelitz: Barnewitz 1876
  • Die Bedeutung des evangelischen Hauses für die Erhaltung und Förderung kirchlicher Sitte. Neubrandenburg 1882
  • Rede bei der Beisetzung des Drosten Carl von Oertzen-Rattey. Mirow 1890

Literatur

  • Georg Krüger: Die Pastoren im Lande Stargard seit der Reformation. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 69 (1904), S. 1–270 (Volltext), hier S. 108.
  • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 646.
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