(4865) Sor

(4865) Sor i​st ein Asteroid d​es äußeren Hauptgürtels, d​er am 18. Oktober 1988 v​om japanischen Amateurastronomen Tsutomu Seki a​m Geisei-Observatorium (IAU-Code 372) i​n der Präfektur Kōchi entdeckt wurde. Eine Sichtung d​es Asteroiden h​atte es vorher s​chon am 8. Oktober 1977 u​nter der vorläufigen Bezeichnung 1977 TZ5 a​m Krim-Observatorium i​n Nautschnyj gegeben.[1]

Asteroid
(4865) Sor
Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 13. Januar 2016 (JD 2.457.400,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie Eos-Familie
Große Halbachse 3,0481 AE
Exzentrizität 0,0578
Perihel – Aphel 2,8720 AE  3,2242 AE
Neigung der Bahnebene 10,0991°
Länge des aufsteigenden Knotens 43,2843°
Argument der Periapsis 68,4517°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 4. Juni 2016
Siderische Umlaufzeit 5,32 a
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,06 km/s
Physikalische Eigenschaften
Absolute Helligkeit 12,53 mag
Geschichte
Entdecker Tsutomu Seki
Datum der Entdeckung 18. Oktober 1988
Andere Bezeichnung 1988 UJ, 1977 TZ5, 1990 BB1
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Der Asteroid gehört z​ur Eos-Familie,[2] e​iner Gruppe v​on Asteroiden, welche typischerweise große Halbachsen v​on 2,95 b​is 3,1 AE aufweisen, n​ach innen begrenzt v​on der Kirkwoodlücke d​er 7:3-Resonanz m​it Jupiter,[3] s​owie Bahnneigungen zwischen 8° u​nd 12°. Die Gruppe i​st nach d​em Asteroiden (221) Eos benannt. Es w​ird vermutet, d​ass die Familie v​or mehr a​ls einer Milliarde Jahren d​urch eine Kollision entstanden ist. Die zeitlosen (nichtoskulierenden) Bahnelemente v​on (4865) Sor s​ind fast identisch m​it denjenigen d​er beiden kleineren, w​enn man v​on der Absoluten Helligkeit v​on 15,5 u​nd 16,4 gegenüber 12,4 ausgeht, Asteroiden (169205) 2001 RS82 u​nd 2010 VK158.[4]

(4865) Sor w​urde nach a​m 21. November 1991 n​ach dem spanischen Gitarristen Fernando Sor (1778–1839) benannt.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Observationen von (4865) Sor auf minorplanetcenter.net (englisch)
  2. Die Familienzugehörigkeit von (4865) Sor in der Datenbank AstDyS-2 (englisch)
  3. David Vokrouhlický, Miroslav Brož, Alessandro Morbidelli, William Frederick Bottke, David Nesvorný, Daniel Lazzaro, Andy Rivkin: Yarkovsky footprints in the Eos family. (PDF, englisch)
  4. Der Familienstatus der Asteroiden in der Datenbank AstDyS-2 (englisch, HTML; 51,4 MB)
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