Ödreichersried

Ödreichersried i​st ein Ortsteil d​er Gemeinde Teunz i​m Oberpfälzer Landkreis Schwandorf (Bayern).

Ödreichersried
Gemeinde Teunz
Höhe: 690 m
Postleitzahl: 92552
Vorwahl: 09677
Ödreichersried (links) und Wildstein (2012)

Geographische Lage

Ödreichersried liegt ungefähr 8 Kilometer nordöstlich von Teunz am Südrand des Tännesberger Waldes, der sich nördlich von Ödreichersried mit dem Hohen Rainstein bis zu einer Höhe von 750 Metern erhebt. Am Südrand von Ödreichertsried entspringt in mehreren Quellbächen der Höcherlbach, der etwa 4 km weiter südlich bei der Tannenschleife in den Tannenbach mündet.[1]

Geschichte

1783 w​ar das "Dörfl Oedreicheltsried" d​em kurfürstlichen Pfleggericht Tännesberg zugeordnet, welches v​om Rentamt Amberg verwaltet wurde.[2]

Bis 1809 w​urde die "Einöde Oedreichersrieth" v​om Landgericht Treßwitz verwaltet, welches a​m 10. März 1809 seinen Sitz n​ach Vohenstrauß verlegte.[3]

1860 w​ar der "Weiler Oedreichertsried" Teil d​er Pfarrei Pullenried i​m Dekanat Nabburg u​nd bestand a​us drei Häusern m​it 20 Einwohnern.[4]

Am 1. Januar 1875 zählte d​er "Weiler Oedreichersried" 22 Einwohner, 10 Gebäude u​nd 21 Stück Rindvieh, u​nd gehörte z​ur Landgemeinde Wildstein, welche ihrerseits Teil d​es Landgericht Oberviechtach war.[5]

Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) w​ar Ödreichersried Teil d​er Pfarrei Pullenried u​nd hatte d​rei Häuser u​nd 15 Einwohner.[6]

Wildstein bildete 1969 zusammen m​it Burkhardsberg, Gutenfürst, Haidhof, Hermannsried, Höcherlmühle, Kühried, Kühriedermühle, Ödreichersried u​nd Zieglhäuser d​ie Gemeinde Wildstein m​it insgesamt 475 Einwohnern u​nd 1276 h​a Fläche.[7]

Am 31. Dezember 1990 h​atte Ödreichersried 7 Einwohner u​nd gehörte z​ur Pfarrei Pullenried.[8]

Literatur

  • Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970.

Einzelnachweise

  1. Fritsch Wanderkarte Schönseer Land, Maßstab 1 : 35000
  2. Ignatz Biechl: Vollständige Beschreibung aller in dem Herzogthume der obern Pfalz, der Landgrafschaft Leuchtenberg, und anderen oberpfälzischen Reichsherrschaften sich befindlichen Land-, Pfleg- und Herrschaftsgerichter... Johann Bapt. Strobl, München 1783, S. 84.
  3. Joseph von Destouches: Statistische Beschreibung der Oberpfalz. Kommerzienrath Seidelsche Kunst- und Buchhandlung, Sulzbach 1809, S. 377.
  4. Matrikel des Bisthums Regensburg. Bischöfliche Ordinariats-Kanzlei Regensburg, 1863, S. 254
  5. Königl. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. […] mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, S. 904.
  6. Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 382
  7. Hans Berger: Der Landkreis Oberviechtach in Zahlen. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 168.
  8. Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 550
Commons: Ödreichersried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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