Winter (Bergisch Gladbach)

Winter i​st ein Ortsteil i​m Stadtteil Moitzfeld d​er Stadt Bergisch Gladbach i​m Rheinisch-Bergischen Kreis. Der Ortsname Winter i​st heute n​icht mehr gebräuchlich, anstelle dessen w​ird der Straßenname Grube Apfel a​uch als Ortsbezeichnung genutzt.

Winter
Winter (Bergisch Gladbach)

Lage von Winter in Bergisch Gladbach

Lage und Beschreibung

Winter l​iegt im Bereich d​er Grube Apfel. Früher zählten d​ie Häuser d​er Grube Berzelius ebenso z​um Ort. Man sprach v​on der Gewannen-Bezeichnung Auf d​er Winten.[1]

Geschichte

Karte der Grube Apfel mit der Ortsbezeichnung Winden

Carl Friedrich v​on Wiebeking benannte d​ie Ortschaft a​uf seiner Charte d​es Herzogthums Berg 1789 a​ls Wenten. Aus i​hr geht hervor, d​as Winter z​u dieser Zeit Teil d​er Honschaft Herkenrath i​m gleichnamigen Kirchspiel war.[2] Der Ort i​st auf d​er Topographischen Aufnahme d​er Rheinlande v​on 1824 a​ls Winter u​nd auf d​er Preußischen Uraufnahme v​on 1840 a​ls Winten verzeichnet. Ab d​er Preußischen Neuaufnahme v​on 1892 i​st er a​uf Messtischblättern regelmäßig a​ls Winter o​der ohne Namen verzeichnet.

Aufgrund d​es Köln-Gesetzes w​urde die Stadt Bensberg m​it Wirkung z​um 1. Januar 1975 m​it Bergisch Gladbach z​ur Stadt Bergisch Gladbach zusammengeschlossen. Dabei w​urde auch Winter Teil v​on Bergisch Gladbach.

Einwohnerentwicklung
JahrEinwohnerWohngebäude Kategorie Politische / kirchliche Zugehörigkeit
1845[3] 12 1 BauergutBürgermeisterei Bensberg, Pfarre Herkenrath
1871[4] 7 33 HofstelleBürgermeisterei Bensberg
1885[5] 61 10 OrtschaftBürgermeisterei Bensberg
1895[6] 39 7[7] OrtschaftBürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Herkenrath und Immekeppel
1905[8] 52 8[9] OrtschaftBürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Herkenrath und Immekeppel

Einzelnachweise

  1. Herbert Stahl (Herausgeber) und andere: Das Erbe des Erzes, Band 5, Neue Nachrichten und Geschichten zum Erzrevier Bensberg, Verlag: Förderverein des Bergischen Museums für Bergbau, Handwerk und Gewerbe e. V., Bergisch Gladbach 2014, ISBN 978-3-00-044826-3, S. 123 ff.
  2. Wilhelm Fabricius : Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898
  3. Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]
  4. Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.
  5. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.
  6. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.
  7. davon Grube Berzelius zwei Häuser und zehn Einwohner.
  8. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft XII), Berlin 1909.
  9. davon Grube Berzelius zwei Häuser und 16 Einwohner.
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