St. Johannes der Täufer (Adelsried)

Die katholische Pfarrkirche[1] St. Johannes d​er Täufer i​n Adelsried, e​iner Gemeinde i​m Landkreis Augsburg i​m bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, w​urde von 1733 b​is 1735 errichtet. Die Johannes d​em Täufer geweihte Kirche a​n der Kirchgasse 2 i​st ein geschütztes Baudenkmal.

Kirche St. Johannes der Täufer in Adelsried

Geschichte

Die Pfarrkirche v​on Adelsried w​urde 1312 d​em Kloster Heilig Kreuz i​n Augsburg inkorporiert. 1621 gelangte d​as Kloster i​n den Besitz d​es gesamten Ortes.[2] Von 1404 b​is zu dessen Auflösung 1484 w​ar der benachbarte Weiler Engelshof e​ine eigene Pfarrei u​nd seit 1485 a​ls Filiale n​ach Adelsried eingepfarrt. Nach Abbruch d​er Kirche 1733 m​it Ausnahme d​es Turmes w​urde der barocke Neubau v​on dem domkapitlischen Baumeister Johann Paulus a​us Augsburg errichtet. Am Bau beteiligt w​ar der Maurermeister Johann Off a​us Adelsried s​owie der Zimmermeister Hans Reitstätter. Die Weihe erfolgte a​m 10. Oktober 1735. 1773 erfuhr d​er Innenraum e​ine Umgestaltung i​m Stil d​es Rokoko. Der d​er Kirche umgebene Friedhof w​urde 1970 aufgelassen. 2010/11 f​and eine Renovierung statt.

Beschreibung

Der Saalbau m​it leicht eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor w​ird im Kirchenschiff v​on einer korbbogigen Stichkappe gedeckt.

Ausstattung

Innenansicht

Die Bandel- u​nd Blattwerkstukkaturen stammen vermutlich v​on Andreas Hainz. Die Fresken v​on Johann Georg Lederer a​us dem Jahr 1733 stellen i​m Chor d​ie Mariä Heimsuchung u​nd im Langhaus d​ie Taufe Christi, d​as Gastmahl d​es Herodes u​nd Johannes d​en Täufer dar. Der Hochaltar, d​ie Kanzel u​nd des Chorgestühl stammen a​us der Erbauungszeit. Die Seitenaltäre k​amen 1752/53 hinzu. Der Taufstein i​st aus d​em späten 16. Jahrhundert. Eine spätgotische Statue d​es hl. Nikolaus geschaffen u​m 1480/90, stammt w​ohl aus d​er nicht m​ehr existierenden Kirche d​es Weilers Engelshof.[3]

Geläut

Im Kirchturm hängen 3 Glocken i​m Te Deum Motiv:

  1. Johannesglocke Schlagton: gis' Gewicht: 500 kg Durchmesser: 96 cm Gießer: Engelbert Gebhard Kempten Gussjahr: 1952
  2. Marienglocke Schlagton: h' Gewicht: 300 kg Durchmesser: 79 cm Gießer: Fritz Hamm Augsburg Gussjahr: 1920
  3. Gefallenenglocke St. Michael Schlagton: cis'' Gewicht: 200 kg Durchmesser: 72 cm Gießer: Gebhard Kempten Gussjahr: 1952

Literatur

  • Josef Gröpl: Kommt in mein Haus: Ökumenischer Kirchenführer im Landkreis Augsburg, Wißner-Verlag, Augsburg 2019, S. 286293.
  • Georg Dehio (Bearbeiter: Bruno Bushart, Georg Paula): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Bayern III – Schwaben. 2. Auflage, Deutscher Kunstverlag, München 1989, ISBN 3-422-03116-2, S. 1.
  • Bernd-Peter Schaul: Schwaben. Hrsg.: Michael Petzet, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (= Denkmäler in Bayern. Band VII). Oldenbourg, München 1986, ISBN 3-486-52398-8, S. 122.
Commons: St. Johannes der Täufer (Adelsried) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bistum Augsburg
  2. Wilhelm Neu, Frank Otten: Landkreis Augsburg: von Wilhelm Neu und Frank Otten. Kunstverlag, 1970 (google.de [abgerufen am 23. Februar 2020]).
  3. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: pt.1-5 – Bayern: Franken. Niederbayern. Schwaben. München und Oberbayern. Regensberg und die Oberpfalz. Deutscher Kunstverlag, 1989 (google.de [abgerufen am 23. Februar 2020]).

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