Schönau (Schleusegrund)

Schönau i​st ein Teil v​on Schönbrunn, Ortsteil d​er Gemeinde Schleusegrund i​m Landkreis Hildburghausen i​n Thüringen.

Schönau

Geschichte

Schönau w​urde 1352 erstmals urkundlich genannt.[1] Schönbrunn (das frühere Schönau) w​ar 1619–1623 v​on Hexenverfolgung betroffen. Vier Frauen u​nd zwei Männer gerieten i​n Hexenprozesse. Drei Frauen wurden verbrannt.[2]

Bis 1815 gehörte d​er Ort z​um hennebergischen bzw. kursächsischen Amt Schleusingen. Von 1815 b​is 1945 gehörte Schönau z​u Preußen, verwaltungsmäßig z​um Landkreis Schleusingen.[3]

Am 1. Juli 1950 wurden d​ie bisherigen Gemeinden Gabel, Oberneubrunn, Schönau u​nd Unterneubrunn z​ur neuen Gemeinde Schönbrunn zusammengeschlossen. Diese gehört s​eit 1994 z​ur Gemeinde Schleusegrund. Der Standort Schönau i​st heute d​er Mittelpunkt d​es Ortsbereichs Schönbrunn. Dieser h​at jetzt e​ine Länge v​on etwa 3,5 Kilometern. Diese Maßnahme w​ar Voraussetzung für d​en Bau d​er Talsperre Schönbrunn.

Einzelnachweise

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 254
  2. Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Schönau, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 244f. und 253f.; Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 568–592.
  3. Michael Rademacher: Landkreis Schleusingen. Online-Material zur Dissertation. In: treemagic.org. 2006;.
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