Richard Crodel

Richard Crodel (* 23. Februar 1903 i​n Marseille; † 1944) w​ar ein deutscher Schauspieler u​nd Regisseur.

Jugendbildnis Richard Crodel (vorne) mit seiner Mutter Marie geb. Mengert und seinen Brüdern, Marseille 1905 (Aufnahme: Nadar, Marseille)

Leben

Richard Crodel w​uchs zunächst i​n Marseille, w​o sein Vater Carl Richard Crodel († 1914) a​ls Großkaufmann u​nd deutscher Konsul tätig war, d​ann ab 1912 i​n Jena auf. Seine Brüder w​aren Charles Crodel (1894–1973) u​nd Heinrich Crodel (1897–1945). Er studierte a​b 1921 a​n der Universität Jena Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie u​nd Psychologie, a​b Mai 1923 a​n der Universität München. Am 21. Mai 1926 w​urde er d​ort im Fach Theatergeschichte m​it der Arbeit Der Schauspieler Ernst Possart promoviert.

Er n​ahm in Weimar b​ei Rudolf Rieth Schauspielunterricht u​nd wirkte d​ann 1926/27 i​n Mönchengladbach. Seit 1930 w​ar Crodel erster Dramaturg, Spielleiter u​nd Schauspieler a​m Nationaltheater Weimar. Er inszenierte d​ort im Januar 1933 Der Mann m​it den grauen Schläfen v​on Leo Lenz[1] u​nd im Mai 1933 Bargeld Lacht v​on Nándor Újhelyi (1888 – 1933)[2].

Der Politisierung d​es Nationaltheaters u​nter Franz Ulbrich[3] begegnete Crodel d​urch den Wechsel a​n das Nordmark-Landestheater Schleswig. Etwa 1936 b​is 1939 wirkte Crodel a​m Staatstheater Mainz, u​m dann b​is zur Wehrverpflichtung 1943 a​m Theater Koblenz z​u wirken.

Veröffentlichungen

  • Der Schauspieler Ernst Possart. Hütter, Mönchengladbach 1927 (Dissertation).
  • (Schriftleitung): Das Goethe-Jahr in Weimar. Verlag Theaterkunst Otto Glenk, München 1932.
  • Franz Ulbrich. Ein Beitrag zur Theatergeschichte Thüringens. In: Das Thüringer Fähnlein. Monatshefte für die mitteldeutsche Heimat. Jg. II, Jena 1933, S. 221–224.

Literatur

  • Wilhelm Kosch: Deutsches Theaterlexikon. Band 1. Klagenfurt/Wien 1953, S. 286.

Anmerkungen

  1. Theaterzettel Der Mann mit den grauen Schläfen.
  2. Theaterzettel Bargeld Lacht.
  3. Biographie Franz Ulbrich
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