Pierre Cousin (Mathematiker)

Pierre Auguste Cousin (* 18. März 1867 i​n Paris; † 18. Januar 1933 i​n Arcachon, Departement Gironde) w​ar ein französischer Mathematiker.

Leben und Wirken

Pierre Cousin studierte b​ei Henri Poincaré u​nd Paul Appell i​n Paris a​n der Sorbonne. 1894 w​urde er promoviert. Danach w​ar er zunächst Gymnasiallehrer i​n Caen u​nd später Professor i​n Bordeaux.

Cousin beschäftigte sich mit der Theorie mehrerer komplexer Veränderlicher, wo die Aufgabe, zu vorgegebenen Nullstellen und Polen ganze oder meromorphe Funktionen zu konstruieren als Cousin-Probleme bezeichnet werden. 1895 gelang es ihm in seiner Dissertation den Weierstraßschen Produktsatz (ganze Funktionen) und den Satz von Mittag-Leffler (meromorphe Funktionen) von einer komplexen Variablen auf Zylindergebieten in komplexen Dimensionen zu erweitern. Die Lösung der Cousin-Probleme gelang in den 1940er und 1950er Jahren Jean-Pierre Serre, Henri Cartan, Karl Stein, Kiyoshi Oka.

Literatur

  • Siegfried Gottwald, Hans J. Ilgauds, Karl-Heinz Schlote (Hrsg.): Lexikon bedeutender Mathematiker. Bibliographisches Institut, Leipzig 1990, ISBN 3-323-00319-5.
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