Otto von Hoffmann (Verwaltungsjurist)

Franz Otto Theodor Hoffmann, s​eit 1883 von Hoffmann (* 21. September 1833 i​n Wriezen; † 21. September 1905 i​n Berlin) w​ar ein deutscher Verwaltungsjurist.

Otto von Hoffmann

Leben

Hoffmann studierte Rechtswissenschaften u​nd trat 1854 i​m Bezirk d​es Appellationsgerichtes Stettin a​ls Auskulator i​n den Justizdienst. Seine Laufbahn i​n der preußischen Verwaltung begann e​r 1856 a​ls Regierungsreferendar i​n Stettin. Ab 1859 wirkte e​r als Regierungsassistent u​nd Hilfsarbeiter i​m Finanzministerium, 1868 a​ls Regierungsrat, 1869 a​ls Geheimer Finanzrat, 1872 a​ls Geheimer Oberfinanzrat.

Im Deutschen Krieg kämpfte e​r als Premierleutnant d​er Landwehr u​nd wurde m​it dem Roten Adlerorden IV. Klasse m​it Schwertern ausgezeichnet.

Am 4. August 1876 w​urde er a​ls Regierungspräsident i​n Danzig, 1878 a​ls Regierungspräsident i​n Aachen eingesetzt. Durch königliches Diplom v​om 30. Juli 1883 w​urde er i​n den erblichen preußischen Adelsstand erhoben.[1] Schließlich w​urde er 1892 z​um Präsidenten d​er Preußischen Hauptverwaltung d​er Staatsschulden (als Nachfolger v​on Friedrich Hermann Sydow, m​it dem Titel Wirklicher Geheimer Rat u​nd mit d​em Prädikat Exzellenz) u​nd ab 1900 d​er Reichsschuldenverwaltung berufen. Diese Funktion übte e​r bis z​u seinem Tode aus.

Hoffmann s​tarb 1905 a​n seinem 72. Geburtstag i​n Berlin u​nd wurde a​uf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof i​n Schöneberg beigesetzt. Im Zuge d​er von d​en Nationalsozialisten 1938/1939 durchgeführten Einebnungen a​uf dem Friedhof wurden Hoffmanns sterbliche Überreste a​uf den Südwestkirchhof Stahnsdorf b​ei Berlin umgebettet.[2]

Seit 1873 w​ar Hoffmann m​it Johanna Schütte (* 1853) verheiratet; a​us der Ehe gingen a​cht Kinder hervor, darunter d​er Kapitän z​ur See Otto v​on Hoffmann (1880–1958).

Schrift

  • Die preußische Hauptverwaltung der Staatsschulden vom Jahre 1820 bis 1895, urkundlich dargestellt. Berlin 1896.

Literatur

  • Albrecht Wien: Die preussische Verwaltung des Regierungsbezirks Danzig (1870–1920). ISBN 3-7745-6325-X, S. 19.
  • Berlin und die Berliner. Karlsruhe 1905, S. 41
  • Die Woche. 7. Jg. Nr. 39 (vom 30. September 1905), S. 1684 und 1686 (Port.).
  • Biographisches Jahrbuch. 10. Bd. (1905), Berlin 1907, Sp. 186. (Totenliste).
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser. Jg. 2 (1908), S. 500–501.
  • Adelslexikon. Band V, Limburg 1984, S. 278.
  • Acta Borussica. Protokolle des Preußischen Staatsministeriums, NF Bd. 8/II (1890–1900), Hildesheim 2003, S. 551.
  • Eduard Arens, Wilhelm Leopold Janssen: Club Aachener Casino. Druck Metz, Aachen 1964, S. 183.

Einzelnachweise

  1. A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918. Görlitz 1939, S. 33.
  2. Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Haude & Spener, Berlin 2006. S. 303, 470.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.