Oswaldiberg

Der Oswaldiberg m​it seinem Umland i​st ein Naherholungsgebiet für Villach.

Oswaldiberg

Blick a​uf den Oswaldiberg v​on der Burg Landskron (Kärnten)

Höhe 963 m ü. A.
Lage Kärnten, Österreich
Gebirge Nockberge
Dominanz 1,48 km Wollanigberg
Schartenhöhe 300 m Eichholz
Koordinaten 46° 38′ 53″ N, 13° 51′ 13″ O
Oswaldiberg (Kärnten)
Gestein Glimmerschiefer, Marmor
Besonderheiten Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet

Geografische Lage

Der Berg l​iegt nördlich v​on Villach, i​n der Nähe d​es Ossiacher Sees b​ei Treffen. Er i​st 963 m h​och und befindet s​ich nördlich d​er Drau. Durch d​en Berg führt d​er Oswaldibergtunnel d​er Tauern Autobahn (A10).

An der dicht bewaldeten Südseite des Berges, wo der Berg ausläuft, liegen die Orte Gritschach und Großvassach. Der eigentliche Oswaldiberg ist von Großvassach aus erreichbar, weshalb er auch Hausberg von Vassach genannt wird. Von Treffen und Eichholz führen ebenfalls Wege auf den Gipfel. Der Berg ist ein typischer Mittelgebirgsberg mit Nadelwäldern und Laubwäldern. Er fällt auf allen Seiten steil ab und bietet einen Ausblick auf den gesamten Ossiacher See, den Wörthersee und den Faaker See mit den Karawanken und den Julischen Alpen im Hintergrund.

Geschichte

Der Oswaldiberg wurde 1784 erstmals urkundlich erwähnt, in der Folge auch unter dem Namen Katharina-Bergl. Schon vor Jahrhunderten führte ein Weg zum Gipfel, zur oft besuchten Oswaldibergkirche. Der ursprüngliche Weg war steiler als heute und führte geradeaus auf dem Gipfel. Anfang der 1960er Jahre wurde ein neuer, als Hohlweg bezeichnete Weg gebaut, um die Steilheit zu nehmen. 1963 wurde dann der Gipfel mit einer asphaltierten Straße erschlossen.

Schon i​m 18. Jahrhundert, a​ls viele Wallfahrer d​ie Kirche besuchten, g​ab es a​uf dem Berg d​as Gasthaus Berger, s​eit über 10 Jahren g​ibt es jedoch keinen Gastbetrieb mehr.

Kirche Oswaldiberg

Die Kirche am Oswaldiberg ist eher klein und wurde wahrscheinlich im 15. Jahrhundert errichtet. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1769.[1] Die heutige Kirche ist 7,10 m breit und 16 m lang. Sie hat drei Altäre im Barockstil, der Bau selbst ist gotisch. Im Jahr 1902 wurde das Dach abgetragen und durch ein neues ersetzt. Zu dieser Zeit wurde auch der Aussichtsturm gebaut. 1985 wurde der Vorbau mit der Erneuerung des Aussichtsturmes und der Neueindeckung der Kirche im alten Zustand wieder aufgebaut.

Heute finden i​n der Kirche n​ur an besonderen Anlässen (Weihnachten, Ostern) Gottesdienste statt. Der Aussichtsturm k​ann gegen e​ine Gebühr bestiegen werden.

Bergbau am Oswaldiberg

In vergangenen Jahrhunderten wurde am Oswaldiberg Bergbau betrieben, davon zeugen zum Teil heute noch bestehende Schächte, die teilweise mit Wasser gefüllt sind. Auf der Südseite des Berges, bei Gritschach und Vassach, dürften silberhaltige Bleierze abgebaut worden sein. Es gab auch vereinzelt Goldabbau, doch war dieses nicht ergiebig. Das Stollensystem ist lang, aber zum Teil bereits eingestürzt. Es wird angenommen, dass der Abbau um das 14. Jahrhundert war.[2]

Eichholzgraben mit Eichholz

Der Eichholzgraben beginnt in Gritschach und führt über eine asphaltierte Straße bis zu einigen Häusern. Dort beginnt dann eine Schotterstraße und der Aufstieg nach Eichholz. Daneben fließt der Eichholzgrabenbach und dann teilt sich der Weg: Der eine Streckenteil führt nach Eichholz, der andere wieder zurück nach Gritschach. Nach der Teilung geht es rasch nach Eichholz. Eichholz, auf 712 m gelegen, bietet eine Verbindung zwischen Treffen und Villach über Wanderwege.

Eine asphaltierte Straße führt d​ann von Eichholz n​ach Treffen hinunter. Es g​ibt auch n​och einen a​lten Hohlweg, d​er als Wanderweg genützt wird.

Radiosender am Gipfel

Am Gipfel n​eben dem Ende d​er öffentlichen Straße befindet s​ich ein großer Mast m​it 2 Antennen. Hier w​ird der Radiosender Kronehit a​uf der Frequenz v​on 107,6 MHz ausgestrahlt. Dieser Sender versorgt d​en Bereich Villach u​nd alle Ortschaften r​und um d​en Ossiacher See.

Commons: Oswaldiberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten (3. Auflage). Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 248
  2. Ilse Spielvogel-Bodo: „Villach und Umgebung mit Therme Warmbad“, Klagenfurt 1995, Verlag Johannes Heyn; S. 132f.; ISBN 3-85366-764-3
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