Ordensklinikum Linz

Das Ordensklinikum Linz entstand a​m 1. Jänner 2017 a​ls Zusammenschluss zweier b​is dahin separat geführten Krankenhäuser, d​es Krankenhauses d​er Elisabethinen Linz u​nd des Krankenhauses d​er Barmherzigen Schwestern Linz. Dies w​urde im April 2016 bekanntgegeben.[1][2][3]

Ordensklinikum Linz
Trägerschaft die elisabethinen linz-wien gmbh (50 %) und Vinzenz Gruppe (50 %)
Ort Fadingerstraße 1, 4020 Linz und Seilerstätte 4, 4010 Linz
Bundesland Oberösterreich
Staat Österreich
Versorgungsstufe Schwerpunktkrankenhaus
Betten rund 1150
Mitarbeiter rund 3500
Gründung 2017
Website https://www.ordensklinikum.at/
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Die Krankenanstalt gehört zu je 50 % der Vinzenz-Gruppe (Barmherzige Schwestern Wien-Gumpendorf) und der die elisabethinen linz-wien gmbh (EvTH, Elisabethinen Linz-Wien).[4][5] Mit zusammen 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (gut 2.800 Vollzeitäquivalente)[3] und über 1.100 Betten[3] wird sie das drittgrößte Spital Oberösterreichs, nach dem Kepler Universitätsklinikum (1.800 Betten) und dem Klinikum Wels-Grieskirchen (1.200), vor dem Salzkammergut-Klinikum (1.050),[6] das nach LKF-Punkten (Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung) in Zukunft knapp ein Sechstel der medizinischen Leistung im Bundesland (17 %) bringen wird:[3] Die beiden Häuser versorgen derzeit jährlich gut 76.000 Patienten stationär und führen fast 22.000 Operationen durch.[3]

Gründung

Es wurde vermutet, dass die Zusammenlegung eine Reaktion auf die Ende 2015 erfolgte Großfusion des Kepler-Uniklinikums (AKH Linz, Landesnervenklinik Wagner Jauregg, Landesfrauen- und Kinderklinik) zur zweitgrößten Anstalt Österreichs war[7] Die Betreiber dementierten das, es bestehe keine Konkurrenz, sondern Kooperation mit der Johannes Kepler Universität und dem Keplerklinikum,[3] Hauptgrund sei die Synergie: Beide Ordenskrankenhäuser haben ein ähnliches Betreuungsprofil, aber kaum Überschneidungen in den medizinischen Schwerpunkten.[4][8] Begrüßt wurde die Fusion neben der Landespolitik auch von den Barmherzigen Brüdern Linz, die als direkte Nachbarn der Vizentinerschwestern die Kooperation – eine Fusion war bisher nur an der internen Firmenstruktur gescheitert[9] – nun auch mit den Elisabethinen verstärken können.[4] Auch die strategische Allianz der Elisabethinen mit dem Landesträger gespag soll fortgesetzt und ausgebaut werden.[3] Auch das Klinikum Wels-Grieskirchen, ebenfalls ein Ordenskrankenhaus der Barmherzigen Schwestern, entstand 2008 als Fusion, desgleichen das Salzkammergut-Klinikum (Bad Ischl, Gmunden, Vöcklabruck) der Landeskrankenhäuser (gespag), das heute in Kooperation mit den Elisabethinen betrieben wird.

Einzelnachweise

  1. Aus zwei wird eins – ein neues Krankenhaus für Linz. Presseaussendung Vinzenz Gruppe, APA OTS0160, 4. April 2016.
  2. Neue Spitalsehe in Linz. orf.at, 4. April 2016, abgerufen 5. April 2016.
  3. Barmherzige Schwestern und Elisabethinen werden Ordensklinikum. In: Der Standard online, 4. April 2016.
  4. Linz: Zwei Ordensspitäler fusionieren zum neuen "Ordensklinikum". Diözese Linz: News, 5. April 2016.
  5. Ordensklinikum Linz: Eigentümer
  6. Krankenanstalten – Online-Verzeichnis. Bundesministerium für gesundheit, bmg.gv.at; Suche: Oberösterreich + über 1000 Betten.
  7. Knalleffekt: Elisabethinen und Barmherzige Schwestern fusionieren. Wolfgang Braun in: Oberösterreichische Nachrichten online, nachrichten.at, 4. April 2016.
  8. Ordensklinikum Linz präsentiert medizinische Schwerpunkte. Presseaussendung Vinzenz Gruppe, APA OTS0209, 7. April 2016.
  9. Die Barmherzigen Brüder betreiben alle ihre 12 Standorte, sieben in Österreich und inklusive der Spitäler in Tschechien, Ungarn und der Slowakei, und zahlreichen anderen Pflegeeinrichtungen, in einer einzigen Holding.
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