Operation Loyton

Operation Loyton w​ar der Codename e​ines missglückten Kommandounternehmens d​es britischen Special Air Service (SAS), d​as im Zweiten Weltkrieg v​om 12. August b​is zum 9. Oktober 1944 hinter d​en deutschen Linien i​m französischen Departement Vogesen durchgeführt wurde.

Ablauf

Das Kommando sprang m​it dem Fallschirm über d​en Vogesen ab. Zu dieser Zeit verstärkte d​ie Wehrmacht i​n der Region i​hre Truppen, u​m US-General George Patton u​nd der 3. US-Armee e​twas entgegenzusetzen. Deshalb erfuhren d​ie Deutschen schnell v​on der Anwesenheit e​ines Kommandos u​nd verfolgten es.

Unter diesem Verfolgungsdruck u​nd angesichts z​u Ende gehender Vorräte b​ekam das SAS d​en Befehl, i​n kleinen Gruppen z​ur Front zurückzukehren. Während d​er Kämpfe bzw. Ausbruchaktionen wurden 31 Männer gefangen genommen u​nd später aufgrund d​es Kommandobefehls v​on den Deutschen exekutiert.

Folgen

Nach dem Krieg begann Lieutenant Colonel Brian Franks, das Schicksal seiner Kameraden zu untersuchen. Sicher wusste er nur, dass drei Männer, die sich bei Lieutenant Johnson befunden hatten, getötet waren. Zehn Männer waren auf dem Friedhof in Moussey begraben. Das 2nd SAS War Crimes Investigation Team (2 SAS WCIT) untersuchte die Ereignisse um Loyton.[1] 2nd SAS Intelligence Officer Major Eric 'Bill' Barkworth hatte von dem Kommandobefehl bereits 1944 erfahren.[2] Im Juli 1945 wurde Franks von den Franzosen informiert, dass Leichen von SAS-Männern bei Gaggenau in der französisch besetzten Zone gefunden worden waren.[3] Franks befahl dem 2 SAS WCIT unter dem Kommando von Major Barkworth, in diese Gegend zu reisen. Man fand die Leichen von 30 SAS-Männern (von 31 Männern). Diese 30 waren vom Sicherheitsdienst (SD) ermordet worden. Einige waren nach Natzweiler-Struthof, einem KZ in den Vogesen, gebracht worden. Das Schicksal eines Soldaten wurde nie geklärt.[4]

2003 w​urde bei Moussey e​in Denkmal für d​ie Ermordeten errichtet.[5] Ein Gedenkstein existiert a​uch beim National Memorial Arboretum i​n Staffordshire.[6]

Verfolgung der Verantwortlichen

  • Erich Isselhorst wurde unter anderem für die Ermordung der Gefangenen 1946 hingerichtet.
  • Leutnant Heinrich „Stuka“ Neuschwanger wurde für die Ermordung der Gefangenen in Werl durch Erschießen hingerichtet.
  • Hans-Dietrich Ernst saß in sowjetischer Haft, wurde in Frankreich in Abwesenheit zum Tode verurteilt, lebte aber unbehelligt in Deutschland. Er starb 1991 an Altersschwäche, bevor er angeklagt werden konnte.

Literatur

  • Pete Schorley, Frederick Forsyth: Who Dares Wins: Special Forces Heroes of the SAS. Osprey Publishing, 2008, ISBN 1-84603-311-X.
  • Laurie Charlesworth: The Journal of Intelligence History. Volume 6, Nr. 2. LIT Verlag Münster, 2006, ISSN 1616-1262.

Einzelnachweise

  1. Charlesworth, S. 17
  2. Charlesworth, S. 18
  3. Charlesworth, S. 24
  4. Charlesworth, S. 25
  5. Schorley & Forsyth, S. 50
  6. Obituary: Len Owens. In: The Daily Telegraph, 2. Juli 2013. Abgerufen im 22. November 2015.
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