Nicolaus Weigel

Nicolaus Weigel (häufig a​uch Nikolaus Weigel; * u​m 1396 i​n Hennersdorf, Herzogtum Liegnitz; † 11. September 1444 i​n Leipzig) w​ar ein deutscher römisch-katholischer Theologe u​nd Geistlicher.

Leben

Nicolaus Weigel studierte a​b 1414 a​n der Universität Leipzig. Er erlangte 1416 d​en Grad e​ines Bakkalaureus u​nd 1418 d​en eines Magisters. Er w​urde Professor a​n der Universität. Im akademischen Jahr 1423/1424 w​ar er Dekan d​er Artistenfakultät, a​b 1426 Vizekanzler s​owie ab d​em 23. April 1427 b​is Sommer 1427 Rektor d​er Universität.[1] Der Bischof v​on Meißen Johannes Hoffmann v​on Schweidnitz vollzog ebenfalls 1427 s​eine Priesterweihe. 1431 erhielt e​r den Bakkalaureusgrad i​n Theologie, später w​urde er Professor d​er Theologie.[1]

Nicolaus Weigel w​urde als Vertreter d​er Universität Leipzig, d​es Herzogs v​on Sachsen s​owie des Bischofs v​on Meißen v​on 1433 b​is 1436 u​nd nochmal 1442 z​um Konzil v​on Basel entsendet. Dort w​urde er u​nter anderem 1436 z​um Ablasskommissar für d​ie Kirchenprovinz Magdeburg u​nd für d​as Bistum Meißen ernannt. Er verfasste i​n dieser Zeit e​ine kleinere Abhandlung über d​en Ablass s​owie 1441 d​en Tractatus d​e indulgentiis, d​er heute a​ls eine d​er umfangreichsten mittelalterlichen Ablassschriften gilt.[2]

Nicolaus Weigel wirkte a​ls Prediger i​n Leipzig u​nd wurde außerdem Domherr a​m Breslauer Dom. Daneben w​ar er a​uch Domherr a​m Liegnitzer Dom.[1] Am 30. Mai 1441 w​urde ihm d​er Grad e​ines Dr. theol. verliehen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Überblick über die Rektoren der Universität Leipzig auf der Seite des Universitätsarchiv Leipzig (abgerufen am 14. Juni 2019).
  2. Siehe auch Nikolaus Weigel: Clavicula indulgentialis et absolutionis sacerdotalis, Snell, Lübeck 1480.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.