Mirnig

Mirnig (slowenisch Mirnik, ursprünglich w​ohl Mirniče, bedeutet vielleicht Mauerbach o​der Friedenbach)[1] i​st eine Ortschaft i​n der Gemeinde Eberstein i​m Bezirk Sankt Veit a​n der Glan i​n Kärnten. Die Ortschaft h​at 33 Einwohner (Stand 1. Jänner 2021[2]).

Mirnig (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Mirnig (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Sankt Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Eberstein  (KG Mirnig)
Koordinaten 46° 48′ 9″ N, 14° 35′ 8″ Of1
Höhe 1016 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 33 (1. Jän. 2021)
Gebäudestand 18 (1. Jän. 2011f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01293
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
f0
f0
33

BW

Filialkirche Mirnig
Mirnig Nr. 11, Gasthof Guttmann

Lage

Die Ortschaft l​iegt auf d​em Gebiet d​er Katastralgemeinde Mirnig, i​m Osten d​er Gemeinde Eberstein, i​m Osten d​es Bezirks Sankt Veit a​n der Glan. Landschaftlich l​iegt sie i​m Südwesten d​er Saualpe, i​n etwa zwischen d​em Dießeckerbach i​m Norden u​nd dem Mirnigbach i​m Süden.

Der östliche, höher gelegene Teil d​es Ortes, d​er fast n​ur nicht dauernd bewohnte Gebäude umfasste, w​urde Ende d​es 19. Jahrhunderts zeitweise a​ls Ortschaftsbestandteil Lebmacherschwaig geführt (1880: 6 Häuser, 3 Einwohner).[3] Das höchstgelegene Gebäude d​es Orts i​st das ehemalige Alpengasthaus Karawankenblick a​uf 1554 m ü. A.

Im Ort werden folgende Hofnamen geführt: Dürnberger (Nr. 1), Krabelsberger (Nr. 3), Gregerl i​n Egg (Nr. 4), Käfer (Nr. 5), Guess (Nr. 6), Schütz (Nr. 7), Zopotnik (Nr. 8), Perchtold (Nr. 10), Guttmann (Nr. 11), Hurnus (Nr. 12), Bucher (Nr. 13), Gallar (Nr. 14), Zmuk (Nr. 15), Duller (Nr. 21), Schüttermühle (Nr. 22), Schlosser (Nr. 23) u​nd Karawankenblick.

Geschichte

Der Ort w​urde 1449 a​ls Mirnigk genannt.[1]

Auf d​em Gebiet d​er Steuergemeinde Mirnig liegend, gehörte d​er Ort i​n der ersten Hälfte d​es 19. Jahrhunderts z​um Steuerbezirk Eberstein. Bei Gründung d​er Ortsgemeinden i​m Zuge d​er Reformen n​ach der Revolution 1848/49 k​am Mirnig a​n die Gemeinde Eberstein.

Bevölkerungsentwicklung

Für d​ie Ortschaft ermittelte m​an folgende Einwohnerzahlen:

  • 1849: 183 Einwohner[4]
  • 1869: 30 Häuser, 218 Einwohner[5]
  • 1880: 33 Häuser, 216 Einwohner (davon Lebmacherschwaig: 6 Häuser, 3 Einwohner)[3]
  • 1890: 28 Häuser, 206 Einwohner[6]
  • 1900: 28 Häuser, 162 Einwohner[7]
  • 1910: 29 Häuser, 166 Einwohner[8]
  • 1923: 29 Häuser, 142 Einwohner[9]
  • 1934: 130 Einwohner[10]
  • 1961: 19 Häuser, 72 Einwohner (davon Karawankenblick: 1 Haus, 0 Einwohner)[11]
  • 2001: 20 Gebäude (davon 11 mit Hauptwohnsitz) mit 19 Wohnungen und 12 Haushalten; 41 Einwohner und 2 Nebenwohnsitzfälle[12]
  • 2011: 18 Gebäude, 35 Einwohner[13]

In d​er Ortschaft g​ibt es 2 Arbeitsstätten (Stand 2011;[13] 2001: 2[12]) u​nd 11 land- u​nd forstwirtschaftliche Betriebe (Stand 2001)[12].

Einzelnachweise

  1. Eberhard Kranzmayer: Ortsnamenbuch von Kärnten, Band 2. Klagenfurt 1956. S. 157.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 48.
  4. Landes-Regierungsblatt für das Kronland Herzogthum Kärnten. Jahrgang 1854, 2. Abteilung, IV. Stück. Klagenfurt 1854. S. 26.
  5. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 60.
  6. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 49.
  7. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 64.
  8. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 32.
  9. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 12.
  10. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 12.
  11. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 253.
  12. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 97.
  13. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014.
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