Maximilian Glaß

Franz Jacob Maximilian Ludwig Glaß (* 30. Dezember 1816 i​n Ansbach; † 25. Mai 1855 i​n Landau) w​ar ein deutscher Jurist u​nd Mitglied d​er Frankfurter Nationalversammlung.

Leben

Glaß studierte Jura i​n München u​nd Heidelberg, w​o er promoviert wurde. Danach ließ e​r sich 1843 a​ls Rechtsanwalt i​n Landau nieder. Für d​en sechsten pfälzischen Wahlkreis Landau w​urde er i​m April 1848, a​ls einziger Nichtpfälzer u​nter den Abgeordneten, i​n die Frankfurter Paulskirche gewählt. Dort w​ar er d​er jüngste d​er 10 pfälzischen Parlamentarier. Er schloss s​ich der Fraktion Westendhall an.

Im Herbst 1848 wurde Glaß wegen seines Abstimmungsverhaltens von anderen Abgeordneten und auch in der Presse kritisiert. Er hatte, wie auch Stockinger, für die provisorische Zentralgewalt und Annexion Posens gestimmt. Die anderen Pfälzer hatten unter Protest den Saal verlassen. Seine Wähler empörten sich gegen ihn und zwangen ihn am 5. September zum Mandatsverzicht. Die Wahlmänner entsandten keinen der beiden Ersatzkandidaten, sondern wählten August Culmann als Nachfolger für das Parlament. Glaß arbeite 1849 bis zu seinem Tode als Untersuchungsrichter am Bezirksgericht Landau.

Familie

Seine Eltern waren der Rechnungskommissär Joh. Georg Glaß und Anna Dorothea Oether; der Abgeordnete war mit Julie Eckardt verheiratet.

Literatur

  • Rudolf H. Böttcher: Maximilian Glaß – Der „Westindier“, ein Märtyrer der Konservativen. In: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/1849. Ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution. Sonderheft des Vereins für Pfälzisch-Rheinische Familienkunde. Band 14. Heft 6. Ludwigshafen am Rhein 1999. S. 267
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