Ludwig Frahm

Heinrich Friedrich Ludwig Frahm (* 25. Juli 1856 i​n Timmerhorn (Kreis Stormarn); † 1. Juni 1936 i​n Poppenbüttel) w​ar ein deutscher Lehrer u​nd niederdeutscher Autor.

Leben

Denkmal[A 1] Eingang Schulgebäude Schulbergredder 13 Hamburg-Poppenbüttel
Grab auch für Ludwig Frahm

Ludwig Frahm wurde einziges Kind eines Landwirts geboren. Bis 1872 besuchte er die Schule und wurde 1873 Unterlehrer in Jersbek. Danach studiert er von 1876 bis 1878 am Lehrerseminar, der heutigen Ludwig-Meyn-Schule in Uetersen. Danach war Frahm als Lehrer in Tremsbüttel, 1881 in Duvenstedt und 1882 in Rethwischfeld bei Bad Oldesloe tätig. Danach war er von 1890 bis 1920 Hauptlehrer und Rektor in Poppenbüttel,[1]. Ludwig Frahm sammelte Erzählungen, Gedichte und Sagen seiner Heimat und schrieb überwiegend niederdeutsche Gedichte und Humoresken. Im Februar 1900 gründete er den noch heute existierenden Alster-Verein.[2][3]

Ludwig Frahms Ehefrau w​ar eine geborene Thormählen u​nd stammte w​ie der bekannte Tagebuchautor u​nd Walfänger Jacob Thormählen a​us der gleichen, i​n Uetersen ansässigen Familie.

Das Grab Ludwig Frahms befindet s​ich auf d​em Hamburger Friedhof Bergstedt.[4]

Ehrungen

In Hamburg-Poppenbüttel w​urde 1934 e​ine Schule u​nd in Großhansdorf e​ine Straße n​ach ihm benannt. Vor d​em Schulgebäude Schulbergredder 13 i​n Hamburg-Poppenbüttel befindet s​ich zu Ehren Ludwig Frahms e​in Gedenkstein.

Werke (Auswahl)

  • Lebensbilder der Heldengeister und Altmeister der verdienstvollsten hervorragendsten Männer Schleswig-Holsteins (Poppenbüttel 1892)
  • Holsteener Snack (Poppenbüttel ca. 1900)
  • As noch de Trankrüsel brenn' – Spaßige Geschichten (Hamburg 1910)
  • Eeken un Iloh – En plattdütsch Heimatbook (Poppenbüttel 1912)
  • Leewer dod, as Slav! – Plattdütsche Kriegsgedichte (Hamburg 1914)
  • Röhrt de Hann' un snied't de Bann'! – Plattdütsche Kriegsgedichte II (Hamburg 1915)
  • As noch de Trankrüsel brenn' (Hamburg 1916 und 1918)
  • Wenn de Scharrnbulln brummt (Hamburg 1916 und 1918)
  • Minschen bi Hamborg rüm (Hamburg 1919)
  • Plattdütsche Leeder As Handschrift drückt (Poppenbüttel 1920)
  • Von Morgen bet Abend – Plattdütsche Gedichte (Hamburg 1921)
  • Hus un Hoff – Plattdütsche Gedichte (Treidelberg bei Poppenbüttel 1924)
  • Kumm rin – kiek rut – Dat sünd Spaßgeschichten (Hamburg 1927 und 1929)
  • Wie wir den ersten Bohlenweg auf dem Wittmoor fanden im Jahrbuch des Alster-Vereins: "30 Jahre Alster-Verein", Nr. 18, Verlag Christiansen, Hamburg-Wandsbek, 1930, Seiten 26–29 (PDF-Download über SUB Hamburg)

Literatur und Quellen

  • Wanda Oesau: Schleswig-Holsteins Grönlandfahrt auf Walfang und Robbenschlag vom 17. – 19. Jahrhundert, Seite 99–103 (J.J. Augustin, Glückstadt-Hamburg-New York 1937)
  • Hans Ferdinand Bubbe: Versuch einer Chronik der Stadt und des Klosters Uetersen – Teil V – VI, Seite 83–87 (Heydorn, Uetersen 1939)
  • Lothar Mosler: Blickpunkt Uetersen (Geschichte und Geschichten 1234–1984). Heydorn, Uetersen 1985
  • Ludwig-Frahm-Gedenkbuch – herausgegeben vom Alsterverein e.V. aus Anlass des 100. Geburtstages des Heimatschriftstellers Ludwig Frahm am 25. Juli 1956 (Hamburg 1956)
Commons: Ludwig Frahm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Schulchronik
  2. Webpräsenz Alsterverein (Memento des Originals vom 18. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alsterverein.de
  3. Geschichte des Alstervereins (Memento des Originals vom 15. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alsterverein.de
  4. Barbara Leisner, Norbert Fischer: Der Friedhofsführer – Spaziergänge zu bekannten und unbekannten Gräbern in Hamburg und Umgebung. Christians Verlag, Hamburg 1994, ISBN 3-7672-1215-3, S. 120

Anmerkungen

  1. zum Denkmal im Jahrbuch des Alster-Vereins, S. 33 und S. 34
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