Liste der Baudenkmäler in Ottobrunn

Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler in der oberbayerischen Gemeinde Ottobrunn zusammengestellt. Diese Tabelle ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde. [Anm. 1] Die Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 31. August 2017 wieder und umfasst ein Ensemble und fünf Baudenkmäler.

Wappen von Ottobrunn

Ensembles

Ensemble Terrassenwohnanlage an der Unterhachinger Straße

Terrassenwohnanlage in Ottobrunn

Die Wohnanlage a​n der Unterhachinger Straße bildet m​it ihrer Bebauung i​n einer gestalteten Grünanlage e​in Ensemble.

Die Bauunternehmung Georg Eichbauer plante ab 1970 auch als Reaktion auf die steigenden Baupreise im Zuge der anstehenden Olympiade in München eine Wohnungsanlage mit 100 Wohneinheiten im Umkreis der Stadt zu errichten, deren Finanzierungskonzept einer Eigentumswohnung auf Basis des Erbbaurechtes beinhaltete. Als entwerfenden Architekten wählte er Hans Peter Buddeberg und Herbert Kochta.[1] In dem folgenden Entwurf- und Planungsprozess waren der Bauherr und der Architekt gleichermaßen beteiligt. 1973 war die Anlage bezugsfertig.

Die Terrassenwohnanlage mit einer gestalteten Außenanlage lässt sich in drei Bautypen unterteilen. Bei allen drei Typen handelt es sich um versetzt angeordnete Flachdachbauten in Massivbauweise, die vor- und zurückspringen, so dass vorgelagerte Terrassen und Balkone entstehen. Als motivisch, sich wiederholendes Gestaltungsmittel setzte Kochta Betonbogendächer ein, die zu Pflanzentrögen und/oder Überdachungen der Terrassen, der Hauseingänge, für Fahrradständer oder Müllstellen ausgebildet sind. Die Innen- und Außenseiten aller Wände sind weiß verputzt. Die Treppen, Treppentürme, -läufe und Podeste sowie Brüstungen und die gebogenen Terrassendächer und Tröge sind in Sichtbeton als Fertigteile ausgeführt und die Zwischenpodeste innerhalb der Treppenhäuser sind mit Kleinsteinpflaster belegt. Weitere Akzente setzte der Architekt mit Details wie tiefblauen, in die Höhe ragenden Abluftrohren, mit vertikal geschwungenen Türgriffen, mit einzelnen Farbbetonungen der Holzfenster und Haustüren sowie mit bunten, graphischen Signalen, Streifen und Bändern, die kontrastreich auf den Sichtbetonflächen der Treppenaufgänge und -häusern verteilt sind.

Die Anlage unterliegt e​iner gesamtgärtnerischen Planung m​it einer bewusst eingesetzten Modellierung d​es Geländes, m​it verschiedenen Anpflanzungen v​on Grünflächen, Bäumen u​nd Sträuchern, m​it einem angelegten Wegesystem u​nd Beleuchtungskörpern u​nd in d​er Zusammenwirkung d​er einzelnen Positionen d​er Bauten. Es s​ind gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen vorhanden. So stehen d​en Bewohnern z​wei Tiefgaragen u​nd den Kindern v​ier Spielplätze z​ur Verfügung s​owie ein gemeinsames Freibad i​n der Mitte d​er Anlage.

Die Grundrisse d​er Wohnsiedlung besitzen k​lare und praktikable Zuschnitte. An j​eden Wohnraum i​st eine Terrasse a​uf dem Dach d​es darunter liegenden Geschosses bzw. i​m Erdgeschoss i​st eine ebenerdige Terrasse a​ls ein privater, grüner Erholungsbereich angeschlossen.

Aktennummer: E-1-84-136-1

Baudenkmäler

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Albert-Schweitzer-Straße 2
(Standort)
Katholische Pfarrkirche St. Albertus-Magnus burgartig nach außen verschlossener Pultdachbau über unregelmäßigem Grundriss mit zum Altarraum ansteigenden Decken und mächtiger Holzleimbinder-Tragkonstruktion, nach Osten anschließend Kapelle, nach Westen Pfarrsaal und Gemeindezentrum, mit Vorhof und gedecktem Zugang, von Hubert Caspari, 1976/77. D-1-84-136-7
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Friedenstraße 17
(Standort)
Katholische Pfarrkirche St. Otto Außen runder, innen oktogonaler Zentralbau mit doppelgeschossiger halbrunder Vorhalle, eingezogenem, flachgedecktem Rechteckchor und südlichem Turm, erbaut im modernisierenden Stil des reduzierten Historismus von Friedrich Haindl, 1936/37; mit Ausstattung. D-1-84-136-1
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Prinz-Otto-Straße 1
(Standort)
Wohnhaus und Gaststätte Waldschlößl Zweigeschossiger Zweiflügel-Eckbau mit eingestelltem Zeltdachturm, in historisierenden Formen, 1902. D-1-84-136-2
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Prinz-Otto-Straße 20
(Standort)
Villa Zweigeschossiger Satteldachbau mit Eckerker, Zwerchhaus über der Eingangsachse und Putzbänderung, von Oswald Schiller, 1922/23. D-1-84-136-14
Rosenheimer Landstraße
(bei Nr. 126)
(Standort)
Ottosäule Dorische Säule mit Büste des Königs Otto von Griechenland, errichtet zur Erinnerung an dessen Verabschiedung von Bayern am 6. Dezember 1832, gestiftet und gestaltet von Anton Ripfel, enthüllt am 13. Februar 1834. (1977 um neun Meter nach Südwesten versetzt.) D-1-84-136-3
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Rosenheimer Landstraße
(bei der Burgmaierstraße)
(Standort)
Ehemaliges Feldkreuz Anlässlich der 25-Jahrfeier der von Clemens Schöps gegründeten Waldkolonie Ottobrunn gestiftet, frei stehendes Kruzifix mit Kleeblattenden und Corpus, aus Waschbeton, bezeichnet mit „1927“. D-1-84-136-4
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Anmerkungen

  1. Diese Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Letztere ist sowohl über die unter Weblinks angegebene Verknüpfung als PDF im Internet einsehbar als auch im Bayerischen Denkmal-Atlas kartographisch dargestellt. Auch diese Darstellungen geben, obwohl sie durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege täglich aktualisiert werden, nicht immer und überall den aktuellen Stand wieder. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Objekts in dieser Liste oder im Bayerischen Denkmal-Atlas nicht, dass es gegenwärtig ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Außerdem ist die Bayerische Denkmalliste ein nachrichtliches Verzeichnis. Die Denkmaleigenschaft – und damit der gesetzliche Schutz – wird in Art. 1 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG) definiert und hängt nicht von der Kartierung im Denkmalatlas und der Eintragung in die Bayerische Denkmalliste ab. Auch Objekte, die nicht in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet sind, können Denkmäler sein, wenn sie die Kriterien nach Art. 1 BayDSchG erfüllen. Bei allen Vorhaben ist daher eine frühzeitige Beteiligung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege nach Art. 6 BayDSchG notwendig.

Literatur

  • Georg Paula, Timm Weski: Landkreis München (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band I.17). Karl M. Lipp Verlag, München 1997, ISBN 3-87490-576-4, S. 216–217.
Commons: Baudenkmäler in Ottobrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. mediaTUM - Medien- und Publikationsserver. Abgerufen am 25. August 2020.
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