Liebfrauenring 17 (Worms)
Geografische Lage
Das Wohnhaus bildet den östlichen Abschluss einer in sich symmetrisch angelegten Reihenhausbebauung über vier Parzellen[Anm. 1] entlang der Straße Liebfrauenring. Das historische Erscheinungsbild der Häuserzeile ist heute durch die individuelle Gestaltung der einzelnen Gebäude stark gestört.
Geschichte und Denkmalschutz
Das Gebäude Liebfrauenring 17 wurde zusammen mit der übrigen Gebäudezeile von dem Architekten Jakob Staab für den Bauunternehmer Zucker gebaut. Es entstand 1903.[1] Nachdem die Häuser fertiggestellt waren, wurden sie einzeln an unterschiedliche neue Eigentümer verkauft. 1914 wurde der Liebfrauenring 17 im rückwärtigen Bereich durch einen Anbau erheblich vergrößert.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Haus nur geringe Schäden, wurde aber in der Folgezeit im Innern massiv umgestaltet, um mehrere kleine Wohnungen einzubauen. Nach einem Eigentümerwechsel in den 1970er Jahren wurden die entstellenden Einbauten überwiegend wieder entfernt.
Nachdem das Gebäude aufgrund des Rheinland-Pfälzischen Denkmalschutzgesetzes zunächst als Teil einer Denkmalzone unter Schutz stand[2], die aus den ungeraden Hausnummern Liebfrauenring 3–21 besteht[3], wurde es nachträglich als Einzeldenkmal ausgewiesen.[4]
Gebäude
Das Äußere wird geprägt von einem Eckerker, der im ersten Stock beginnt und sich nach oben zu einem Türmchen ausbildet. Über dem zweiten Stock dominiert optisch ein Fachwerkgiebel. Im Innern des Hauses ist ein Teil der wandfesten Ausstattung aus der Erbauungszeit erhalten.
Literatur
- Irene Spille: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz 10 = Stadt Worms. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1992. ISBN 978-3-88462-084-7
Weblinks
- Kulturdenkmäler Rheinland-Pfalz auf der Homepage der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, dort: Kreisfreie Städte / Worms. PDF-Dokument, abgerufen am 5. November 2017.
Anmerkungen
- Die drei anderen zugehörigen Gebäude sind Liebfrauenring 11, 13 und 15,
Einzelnachweise
- Homepage der Generaldirektion Kulturelles Erbe.
- Spille, S. 120.
- Spille, S. 120; Homepage der Generaldirektion Kulturelles Erbe.
- Homepage der Generaldirektion Kulturelles Erbe.