Kageneck’sches Haus

Das Kageneck’sche Haus, d​as Haus „Zum Wilden Mann“ i​n Freiburg i​n der Salzstraße, Ecke Drehergasse h​at die Adresse Salzstraße 1 (ehemals Nr. 5).[1]

Das Kageneck’sche Haus

Das Gebäude i​st ein Kulturdenkmal gemäß § 2 DSchG (Gebäude).[2]

Der dreigeschossige Satteldachbau m​it Staffelgiebeln w​eist im h​ohen Erdgeschoss Arkaden m​it fünf Bögen auf.

Das Gebäude w​urde erstmals erwähnt i​m Jahre 1460, nachgewiesen ist, d​ass es i​m 16. Jahrhundert i​m Besitz d​er Familie Schnewlin v​on Landeck war.

Danach w​ar es e​in Gasthaus i​m Besitz d​er Familie Mayer. Der österreichische Hofkammerpräsident u​nd ehemalige Landkomtur d​es Deutschen Ordens Johann Heinrich v​on Kageneck (1668–1743) erwarb e​s 1726 a​ls Alterssitz v​on der Witwe d​es badischen Oberamtmanns Franz Ernst v​on Olisy z​u Mahlberg u​nd verkaufte dafür d​as Haus seiner Eltern (Haus z​um Vogelsang, Salzstraße Nr. 12).[1] Von Kageneck ließ e​s im barocken Stil umbauen.[3]

Am 8. Dezember 1755 w​urde hier Gräfin Maria Beatrix v​on Kageneck geboren, d​ie Mutter d​es Fürsten Metternich. Vom 4. b​is zum 6. Mai 1770 diente d​as Haus Marie Antoinette a​uf ihrer Brautfahrt a​ls Wohnung. Dort h​ielt sie a​uch ihre offiziellen Empfänge ab.

Das Kageneck’sche Haus w​urde im Zweiten Weltkrieg b​ei der Operation Tigerfish 1944 zerstört u​nd von 1949 b​is 1951 d​urch den Architekten Gregor Schroeder (1906–1976) i​n historisierender Form u​nd in Anlehnung a​n die a​lte Architektur n​eu erbaut.

Im Erdgeschoss befinden s​ich eine Filiale d​er Schnellrestaurantkette Nordsee (Restaurantkette) s​owie ein Cafe m​it Süßwarenverkauf d​er Kaufhof-Kette.

Einzelnachweise

  1. Hermann Brommer: Johann Heinrich Hermann Reichsfreiherr von Kageneck (1668–1743). Zum 250. Todestag des Deutschordens-Landkomturs – Ein Nachtrag zur Biographie. in: Schau-ins-Land: Jahresheft des Breisgau-Geschichtsvereins Schauinsland , Freiburg im Breisgau 1994, S. 77, Digitalisat
  2. Historische Ortsanalyse Gesamtanlage Freiburg im Breisgau (Memento des Originals vom 12. September 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.denkmalpflege-bw.de, Alexandra Baier, Stadtbauhistorikerin, Stadt Freiburg i. Br. & Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, 2017
  3. Stadtarchiv Freiburg, F Talvogtei Specialia XV Zinken und Einzelhoefe (PDF; 16 kB)

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