Josef Wohlmuth

Josef Wohlmuth (* 7. Januar 1938 i​n Laibstadt, Bayern) i​st ein deutscher römisch-katholischer Theologe. Er w​ar als Hochschullehrer a​n den Universitäten Köln u​nd Bonn tätig.

Leben

Nach d​em Abitur i​n Eichstätt studierte e​r katholische Theologie i​n Eichstätt u​nd Innsbruck. Nach d​er Priesterweihe 1964 i​n Eichstätt u​nd der Primiz a​m 5. Juli 1964 i​n Laibstadt[1] w​ar Wohlmuth v​ier Jahre a​ls Kaplan i​n Gunzenhausen tätig. Für s​eine Promotionsstudien w​ar er a​n den Universitäten i​n Tübingen, Bologna, Nijmegen, Regensburg u​nd Bonn. Sein Doktorvater w​ar Josef Ratzinger. 1980 habilitierte e​r an d​er Katholisch-Theologischen Fakultät d​er Universität Bonn i​m Fach Dogmatik u​nd Dogmengeschichte. 1981 w​urde er a​ls Professor für Theologie u​nd ihre Didaktik a​n die Erziehungswissenschaftliche Fakultät d​er Universität i​n Köln berufen u​nd war d​ort bis 1986 tätig. Danach wechselte e​r als Professor für Dogmatik a​n die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, w​o er b​is zu seiner Emeritierung 2003 blieb. 1984/85 u​nd 2003/04 w​ar Wohlmuth Studiendekan a​m Theologischen Studienjahr a​n der Dormitio-Abtei i​n Jerusalem.

Vom 1. Mai 2004 b​is zum 30. September 2011 w​ar Josef Wohlmuth Leiter d​es Cusanuswerks. Sein Nachfolger i​st Georg Braungart.[2]

Die Katholisch-Theologische Fakultät d​er Otto-Friedrich-Universität Bamberg verlieh Wohlmuth a​m 7. Juli 2009 d​ie Ehrendoktorwürde, ebenso d​ie Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt a​m 12. Dezember 2014.[3]

Forschungsschwerpunkte

  • Dogmen- und Konzilsgeschichte,
  • Ökumenische Fragen,
  • Christlich-jüdischer Dialog sowie Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Philosophie und moderner Ästhetik.

Monographien

  • Realpräsenz und Transsubstantiation im Konzil von Trient (1975)
  • Verständigung in der Kirche. Untersucht an der Sprache des Konzils von Basel (1983)
  • Jesu Weg – unser Weg. Kleine mystagogische Christologie (1992)
  • Im Geheimnis einander nahe. Theologische Aufsätze zum Verhältnis von Judentum und Christentum (1996)
  • Die Tora spricht die Sprache der Menschen. Theologische Aufsätze und Meditationen zum Verhältnis von Judentum und Christentum (2002)
  • Mysterium der Verwandlung – Eine Eschatologie aus katholischer Perspektive im Gespräch mit jüdischem Denken der Gegenwart (2005)
  • Jerusalemer Tagebuch 2003/04 – Theologisch-spirituell-politisch (= Jerusalemer Theologisches Forum, Bd. 8; 2006).
  • An der Schwelle zum Heiligtum. Christliche Theologie im Gespräch mit jüdischem Denken (2007).
  • Gast sein im Heiligen Land. Ein narrativ-theologisches Reisebuch (2008).
  • Theologie als Zeit-Ansage (2016).
  • Herausgegeben zusammen mit Hubert Frankemölle: Das Heil der Anderen. Problemfeld „Judenmission“. (= QD 238; 2010).

Literatur

  • Im Angesicht des Anderen. Gespräche zwischen christlicher Theologie und jüdischem Denken. (FS für Josef Wohlmuth zum 75. Geburtstag), herausgegeben von R. Dausner und F. Bruckmann (2013)

Einzelnachweise

  1. http://www.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Laibstadt-Primiz-vor-50-Jahren-in-Laibstadt;art596,2934032
  2. Professor Dr. Dr. h.c. Josef Wohlmuth wurde als Leiter des Cusanuswerks in Bonn verabschiedet, 31. Oktober 2011
  3. Pressemeldung der KU Eichstätt vom 12. Dezember 2014.
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