Johann Peter Vogt

Johann Peter Vogt (* 6. Januar 1621; † 8. Juni 1679 i​n Wismar) w​ar ein königlich dänischer Obrist u​nd zuletzt Kommandant v​on Wismar.

Epitaph des dänischen Obristen Johann Vogt (1621–1679) (Voogt) aus der St.Jürgen Kirche in Wismar

Leben

Er w​ar ab 27. Oktober 1657 Hauptmann u​nd wurde a​ls solcher 24. Dezember 1657 i​n das Infanterie-Regiment Beßler versetzt. Am 10. August 1658 findet e​r sich a​ls Hauptmann e​iner Kompanie i​m Seeländischen Regiment v​on Vollrath Bath. Am 15. August 1664 w​urde er Oberstleutnant d​es Infanterie-Regiments Rüses, i​m Oktober d​es gleichen Jahres w​urde er erster Kommandant d​es dort n​eu angelegten Kastells. Am 14. April 1665 w​urde er d​ann Kommandant i​n Fredriksort. Am 28. April 1665 w​urde er a​uch als Chef d​er dortigen Freikompanie genannt. Am 28. Oktober 1667 w​urde er a​ls Kommandant i​n die Festung Krempe versetzt, d​azu wurde e​r Chef d​er dortigen Freikompanie. Ab 1670 w​ar er Chef d​es dänischen Teils d​es Niedersächsischen Kreiskontingents, i​m April 1673 w​urde er n​ach Fredriksort zurückversetzt. Am 26. Oktober 1674 erhielt e​r das Kommando über d​as Kreisregiment. Dieses bestand seiner Zeit:

  • 60 königlich dänischen Reitern
  • 44 Herzoglich Schleswig-Gottorpsche Reiter
  • 120 Mann königlich dänische Infanterie
  • 80 Mann Herzoglich Schleswig-Gottorpsche Infanterie

Damit kämpfte e​r gegen d​ie Franzosen u​nter Turenne a​m Rhein.

Am 15. August 1675 wurde er von Major Catterbade in Straßburg abgelöst und nach Dänemark zurück beordert, von Herzog Friedrich erhielt er dazu noch ein sehr positives Empfehlungsschreiben. Am 13. Oktober 1675 wurde er dann Oberst und Kommandant in Tönning. Seine Garnison bestand aus vier Kompanien des Nordjütländischen National Infanterie-Regiments, sowie aus 4 Kompanien des Fünischen National Infanterie-Regiments und 4 Kompanien des Regiments Max Rosenkrantz. Aber schon am 2. Mai 1676 wurde er Kommandant von Rendsburg und Chef des dortigen Holsteinischen National Infanterie-Regiments. Aber auch hier blieb er nicht lang. Am 30. September 1676 wurde er als Vertreter des Generals Baudissin zum Kommandanten von Oldenburg ernannt und erhielt auch das Kommando über die Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst. Er übergab Regiment und Kommando in Rendsburg am 27. Oktober 1676 an den Oberst Hartwig Otto von Deden. Am 11. Dezember 1676 übernahm er das Kommando über das Oldenburger Landregiment, das seiner Zeit 6 Kompanien umfasst. Aber schon am 1. Januar 1677 erhielt er neue Befehle, er wurde zum Kommandanten von Wismar ernannt (Wismar wurde 1675 von den Dänen erobert), ein Regiment sollte er aber erst erhalten, wenn eines frei würde. So übergab er das Oldenburger Regiment am 14. Januar 1677 an dessen neuen Kommandanten Detlev Lütken. Bereits am 19. Januar 1677 übernahm er in Wismar das Kommando. Die Garnison in Wismar umfasst am 16. Juli 1677: 4 Kompanien des Nordjütlandischen National Infanterie-Regiments, 4 Kompanien des Südjütlandischen National Infanterie-Regiments (auch: Vogtsches Bataillon genannt) und 8 Kompanien des Fünen National Infanterie-Regiments. Im April 1679 stand dort das Seeländische National Infanterie-Regiment unter Adolph Fuchs, das Südjütlandischen National Infanterie-Regiment und ein Seeländisches Bataillon (vermutlich unter Oberstleutnant Puttkamer). Am 25. Oktober 1678 schrieb der Oberstleutnant Puttkamer das Vogt schwer erkrankt sein, dieser stirbt am 8. Juni 1679 am Schlagfluß. Sein Epitaph wurde in der St.Jürgen-Kirche angebracht. Zu seiner Beerdigung am 25. Juli 1679 beantragte seine Witwe, dass 27 Salutschüsse abgegeben werden sollten.

Er w​ar mit Maria Elisabeth v​on Walther verheiratet, e​iner Tochter v​on Georg Hans v​on Walther.

Literatur

  • Jonathan Smith: Zur Geschichte des oldenburgischen Heerwesens während der Dänenzeit 1667–1773. In: Oldenburger Jahrbücher, 1940/41, S. 79–80, Digitalisat
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