Johann Gabriel Domeier

Johann Gabriel Domeier, a​uch Johann Gabriel Domeyer (* 25. April 1717 i​n Barten[1]; † 24. Januar 1790 i​n Hannover) w​ar ein deutscher Historiker, Verwaltungsbeamter u​nd Bürgermeister v​on Moringen.

Leben

Domeier war der Sohn des Moringer Predigers Johann Friedrich Domeier, zuvor preußischer Feldprediger in Barten in Ostpreußen, und dessen Frau Barbara Dorothea, geb. Schwäneschuh. Seine Großväter waren Johann Domeier, Bürgermeister in Hardegsen, und Gabriel Schwäneschuh, Bürgermeister in Bartenstein.

Nachdem e​r zuvor v​on seinem Vater unterrichtet worden war, besuchte e​r ab 1733 d​as Pädagogium i​n Göttingen, danach g​ing er a​n die Universität Jena u​nd kehrte 1736 n​ach Göttingen zurück, w​o er d​ie neu gegründete Universität besuchte.

Nach Abschluss seiner Ausbildung w​urde er 1738 Auditor i​n Moringen, t​rat 1741 i​n den Dienst d​es dänischen Landdrosten Hans v​on Ahlefeldt i​n Oldenburg u​nd war danach Ahlefeld'scher Gerichts-Inspektor i​n Holstein. 1748 w​urde er i​n Moringen z​um Bürgermeister gewählt u​nd 1763 z​um landschaftlichen Deputierten d​er kleinen Städte d​es Fürstentums Göttingen. Außerdem versah e​r Gerichtshalterstellen i​n Lutterbeck, Schnedinghausen u​nd Berwartshausen u​nd war Lehnsverwalter d​er von Groteschen u​nd Münchhausenschen Besitzungen i​n Moringen.

Er starb mit 72 Jahren an einem Schlaganfall. Am 30. Januar 1790 wurde er auf dem Gartenfriedhof in Hannover beerdigt. Von seinen in der 1751 mit Sophia Schäfer (1733–1789) geschlossenen Ehe gezeugten zehn Kindern überlebten sieben. Zu diesen gehören Boerries Ludewig Domeier (1758–1819), der, nachdem er Erzieher der Hofpagen in Hannover gewesen war, als Pastor nach Hardegsen strafversetzt wurde, da er sich allzu sehr mit der Affäre der Prinzessin von Ahlden befasst hatte, sowie Wilhelm Friedrich Domeier (1763–1815), Arzt des englischen Prinzen Edward Augustus und zweiter Ehemann der Schriftstellerin Lucie Domeier.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. Öfters wird Moringen als Geburtsort genannt, Domeiers Vater wurde aber erst 1720 Pastor in Moringen. Vermutlich eine Verwechslung mit Mohrungen, der Kreisstadt von Barten.
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