Johan Hallen

Johan Hallen (* 16. Juni 1588 i​n Strängnäs a​ls Johan Hallenus; † Februar 1659) w​ar ein schwedischer Diplomat u​nd Regierungsrat i​n Schwedisch-Pommern.

Leben

Johan Hallenus unternahm i​n seiner Jugendzeit mehrere Auslandsreisen, studierte Rechtswissenschaften u​nd wurde z​um Dr. iur. promoviert. 1625 w​urde er Hauslehrer (Gouverneur) für Ture Bielke (1606–1648), d​en Sohn d​es Reichsrates Nils Bielke (1569–1639), u​nd dessen Cousin Sten Svantesson Bielke.

Beim Eintritt Schwedens u​nter Gustav II. Adolf i​n den Dreißigjährigen Krieg w​ar er Sekretär d​er Feldkanzlei d​es Königs u​nd folgte diesem m​it zwanzig Kanzleischreibern i​ns Heilige Römische Reich. Nach d​er Besetzung Pommerns d​urch die Schweden w​ar er v​on 1632 b​is 1639 Resident i​n Stralsund u​nd Assistenzrat für Vorpommern b​eim schwedischen Generalgouverneur. 1639 w​urde er Regierungsrat b​ei der Schwedischen Regierung i​n Pommern. 1642 arbeitete e​r zusammen m​it Alexander Erskein a​n der Einrichtung d​es Hofgerichts i​n Greifswald.[1] 1646 führte e​r zusammen m​it den Räten Gerdt Anton Rehnskiöld u​nd Friedrich Bohl e​ine Visitation d​er Universität Greifswald durch.[2]

1646 w​urde er i​n den schwedischen Adelsstand erhoben.

Seine Tochter Anna w​ar mit Joachim Friedrich Edling verheiratet. Seine zweite Tochter Margaretha heiratete Michael Vieth, geadelt a​ls von Strahlenheim.

Literatur

  • Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert (= Nordische Geschichte. Bd. 2). Lit, Berlin u. a. 2006, ISBN 3-8258-9256-5, S. 395, Digitalisat, (Zugleich: Kiel, Universität, Habilitations-Schrift, 2002).

Einzelnachweise

  1. Pawel Gut: Das Hofgericht in Greifswald in schwedischer und preußischer Zeit. In: Nils Jörn, Bernhard Diestelkamp, Kjell Å Modéer (Hrsg.): Integration durch Recht. Das Wismarer Tribunal (1653-1806). Böhlau, Köln Weimar 2003, ISBN 978-3-412-18203-8, S. 159–160 (Google bücher).
  2. Johann Gottfried Ludwig Kosegarten: Geschichte der Universität Greifswald mit urkundlichen Beilagen. Band 1, Greifswald 1857, S. 253 (Google bücher).
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