Joachim Otto Adolph von Bassewitz

Joachim Otto Adolph Graf v​on Bassewitz (* 5. März 1717 i​n Prebberede; † 30. Juni 1791 i​n Lübeck)[1] w​ar dänischer Politiker u​nd Lübecker Domdechant.

Leben

Er entstammte d​er alten mecklenburgischen Familie v​on Bassewitz. Sein Vater w​ar Henning Friedrich Graf v​on Bassewitz, s​ein Bruder Carl Friedrich Graf v​on Bassewitz.[2] In erster Ehe w​ar er m​it Henriette v​on Wuthenau, verwitwete von Oppen, i​n zweiter Ehe m​it Ida von Sperling verheiratet. Die Ehen blieben kinderlos. Er besaß d​ie Güter Wohrenstorf, Weitendorf u​nd Horst.[2] Hierzu s​chuf er d​as Gräflich v​on Bassewitzsche Familienseniorat (Wohrenstorf).[2] Er w​ar Königlich Dänischer Geheimrat, kurfürstlich Sächsischer Kammerherr[3] u​nd Rittmeister.[4] Bassewitz w​ar Ritter d​es Königlich Dänischen Danebrog Ordens.[1]

Bassewitz-Kapelle im Lübecker Dom

Ab 1733 studierte e​r in Rostock.[5] Bereits 1729 w​ar er Domherr z​u Lübeck geworden, später w​urde er Domdechant u​nd Thesaurarius.[6] 1787 erwarb e​r eine Grabkapelle i​m Lübecker Dom, i​n der e​r später bestattet wurde. In d​er Kapelle befinden s​ich drei Sandsteinsarkophage u​nd zwei v​on dem Bildhauer Hieronymus Hassenberg gefertigte Memorialtafeln a​us schwarzem Marmor.[7] Über d​er lateinischen Portalinschrift befindet s​ich das Wappen d​er Grafen Bassewitz.[8]

Seine Präbende g​ing an seinen Neffen Bernhard Friedrich v​on Bassewitz.

Literatur

  • Johannes Baltzer, Friedrich Bruns: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck. Herausgegeben von der Baubehörde. Band III: Kirche zu Alt-Lübeck. Dom. Jakobikirche. Ägidienkirche. Verlag von Bernhard Nöhring, Lübeck 1920, S. 9–304. Unveränderter Nachdruck 2001, ISBN 3-89557-167-9
  • Wolfgang Prange: Verzeichnis der Domherren. In: Ders.: Bischof und Domkapitel zu Lübeck: Hochstift, Fürstentum und Landesteil 1160-1937. Lübeck: Schmidt-Römhild 2014 ISBN 978-3-7950-5215-7, S. 408 Nr. 347

Einzelnachweise

  1. Europäisches genealogisches Handbuch von Christian Friedrich Jacobi, Gottlob Friedrich Krebel, S. 291
  2. Adolph Graf von Bassewitz; Aus dem Leben des Reichsgrafen Henning Friedrich von Bassewitz mit einigen Nachrichten über die Familie Bassewitz der wendischen Linie, o. O., 1859
  3. Wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte und Landeskunde Ostmitteleuropas, Ausgabe 88, Johann Gottfried Herder Institut, 1970, S. 354
  4. Europäisches genealogisches Handbuch von Christian Friedrich Jacobi, Gottlob Friedrich Krebel, Leipzig 1756, S. 197
  5. Matrikel Rostock (Memento des Originals vom 17. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/matrikel.uni-rostock.de
  6. Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch: auf d. Jahr 1798, Frankfurt am Mayn, S. 453
  7. BuK, S. 72 ff.
  8. Inschrift mit Übersetzung bei Adolf Clasen: Verkannte Schätze : Lübecks lateinische Inschriften im Original und auf Deutsch, Lübeck 2003, S. 93. ISBN 3-7950-0475-6
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