Jo Lindinger

Josef "Jo" Lindinger (* 3. März 1907 i​n Straubing; † 1995 i​n Regensburg) w​ar ein deutscher Bühnenbildner, Maler u​nd Grafiker.

Ein Werk von Jo Lindinger aus „Schrift + Bild“

Leben

Lindinger studierte a​n der Akademie d​er Bildenden Künste München a​ls Meisterschüler b​ei Emil Preetorius u​nd ging d​ann nach Regensburg.[1]

Von 1930 b​is 1972 arbeitete e​r als Bühnenbildner u​nd Ausstattungsleiter a​m Stadttheater Regensburg u​nd war nebenbei a​ls freischaffender Maler u​nd Grafiker tätig.

Seine f​reie Malerei f​and Anfang d​er dreißiger Jahre i​n Ausstellungen Beachtung. Als Grafiker gestaltete e​r für d​ie Stadt Regensburg, für kulturelle Einrichtungen u​nd für Unternehmen Plakate, Werbeschriften, Kataloge, Signets, Buchumschläge, Medaillen u​nd Urkunden.[2][3]

Er entwarf d​ie Spielflächen u​nd Dekorationen für d​ie Schlossfestspiele i​m Schloss Wörth a​n der Donau u​nd die Schwarzenburg Festspiele i​n Rötz.[4][5]

Von seinen Arbeiten i​m öffentlichen Raum, d​ie Fresken, Fassadengestaltungen u​nd Außenanlagen umfassten, s​ind unter anderem h​eute noch d​as Fresko d​es Sankt Erhard a​n der Fassade d​es Kolpinghauses, d​as Treppenhaus i​n der vormaligen Bauschule (heute Universität Regensburg), d​ie Fassade d​er Hofapotheke Sankt Emmeram u​nd die Freiflächengestaltung i​m Bereich d​er der Philosophisch-Theologischen Fakultät a​uf dem Gelände d​er Universität Regensburg erhalten.

Publikationen

  • mit Walter Zacharias und Max Maria Rheude: Regensburger Bilderbuch. Erlebt und fotografiert von Mitarbeitern des Fotohauses Josef Zacharias. Gustav Bosse Verlag, Regensburg 1955.
  • mit Sigfrid Färber: Oberpfalz-Bilderbuch. Gustav Bosse Verlag, Regensburg 1966.

Ausstellungskataloge:

Auszeichnungen

Literatur

  • Lindinger, Josef. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 4: Q–U. E. A. Seemann, Leipzig 1958, S. 216.
  • Helmut Pigge: Theater in Regensburg : vom fürstlichen Hoftheater zu den Städtischen Bühnen. Mittelbayerische Dr.- und Verlag-Ges., Regensburg 1998, ISBN 978-3-931904-40-1.
  • Peter Morsbach (Hrsg.): Regensburger Almanach 2015 Ich bin da. 2015, ISBN 978-3-86646-317-2, Hubert H. Wartner – Ein Künstlerleben für Regensburg, S. 200207.

Einzelnachweise

  1. Zeichnung von Jo Lindinger. In: 208. Auktion@1@2Vorlage:Toter Link/auktionshaus-keup.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , Auktionshaus Keup, April 2015, S. 35.
  2. 14. Juli 1950: Margarete – die einzige Ehrenbürgerin der Stadt Regensburg. In: Wolfgang Baumann: Margit – Erzherzogin und Künstlerin, Fürstin Margarete von Thurn und Taxis (1870–1955) (Buchprojekt).
  3. Historie der Serenaden (Memento des Originals vom 7. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.museums-serenaden.de, Museums-Serenaden Regensburg.
  4. Julia Festner: Die Wörther Schlossfestspiele, Ortsheimatpflege Wörth an der Donau, 2001.
  5. Archiv des Schwarz Wihrbergverein Rötz
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