Jesuskirche (Kirschkau)

Die Jesuskirche Kirschkau i​st die evangelische Kirche i​n Kirschkau i​m Saale-Orla-Kreis i​n Thüringen.

Die Kirche

Lage

Durch d​en Ort Kirschkau führt d​ie Bundesstraße 94 a​n der Kirschkauer Kirche vorüber u​nd verbindet d​en Ort m​it Schleiz u​nd Zeulenroda-Triebes. Die Gemarkung gehört z​um Schleizer Oberland u​nd liegt i​m Südostthüringer Schiefergebirge.

Geschichte

1407 w​urde in Kirschkau e​ine Kirche Petrus u​nd Paul erwähnt, d​ie 1503 erweitert wurde. Sie w​urde 1751 abgerissen, u​m für e​inen Neubau e​iner neuen Kirche Platz z​u machen, d​ie Jesuskirche genannt wurde. Sie zählt z​u den bedeutenden Beispielen d​es protestantischen Kirchenbaus d​es 18. Jahrhunderts i​n Thüringen. Graf Heinrich XII. Reuß z​u Lobenstein beauftragte d​en Bauinspektor Johann Gottlieb Riedel m​it dem Bau, d​er zwischen 1751 u​nd 1753 realisiert wurde.

Architektur

Der Kirchenbau sorgte d​urch seine eigenwillige Gestaltung für Aufmerksamkeit.

  • Der ovale Raum wird durch vier rechteckige Kreuzarme erweitert. Diese sind im Kirchenraum durch Emporen und den Kanzelaltar abgetrennt. Über dem nördlichen Kreuzarm erhebt sich der Kirchturm mit Haube und hoher Doppellaterne. Der südliche Kreuzarm ist die Vorhalle mit Orgel und Altar.
  • Rokokodekoration, Skulpturen und eine solide Ausstattung ergeben den feierlichen Eindruck.
  • Der räumlich tief gestaffelte Kanzelaltar ist ein Werk von Philipp Konrad Ehrhardt. Zwei geschwungene Treppenläufe führen zur vorspringenden Kanzel. Das Altarretabel ist mit Säulen und Vasen geschmückt und trägt eine Wolkengloriole als Abschluss. Das Altarbild mit Kreuzigung Christi sowie Apostel Petrus und Paulus zu Seiten erinnern an den geweihten Vorgängerbau. Der Taufstein steht vor dem Kanzelaltar. Unter der Orgelempore steht der Wickeltisch für den Täufling.[1]

Einzelnachweise

  1. Werner Hermann: Dorfkirchen in Thüringen Verlagshaus Thüringen, 1990, ISBN 3-86087-014-9, S. 54/55
Commons: Jesuskirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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