Jürgen Ulderup

Jürgen Ulderup (* 11. Oktober 1910 i​n Cuxhaven; † 23. April 1991 i​n Stemwede-Haldem) w​ar ein deutscher Unternehmer u​nd Gründer d​er nach i​hm benannten Dr.-Jürgen-Ulderup-Stiftung.[1]

Leben

Jürgen Ulderup w​urde zur Zeit d​es Deutschen Kaiserreichs i​n Cuxhaven a​n der Nordsee geboren.[1]

1934 schrieb Ulderup a​n der damaligen Technischen Hochschule, d​er jetzigen Technischen Universität Berlin, s​eine Dissertation Der Stand d​es Weltluftverkehrs u​nd seine Probleme, insbesondere i​n Deutschland.[2] Ab März 1944 w​ar er Betriebsführer d​er Zittwerke Aktiengesellschaft.

Nach d​em Zweiten Weltkrieg u​nd noch z​ur Zeit d​er Britischen Besatzungszone gründete Ulderup d​as im Jahr 1947 i​n das Handelsregister d​er Stadt Diepholz eingetragene Unternehmen Lemförder Metallwarengesellschaft (LMG).[1]

Ulderups Lebenswerk w​ar der Aufbau d​es Unternehmens ZF Lemförder, m​it dem e​r wesentlich z​ur wirtschaftlichen Entwicklung d​er Region u​m den Dümmer beitrug u​nd das später Teil d​er international tätigen Aktiengesellschaft-Gruppe d​er ZF Friedrichshafen wurde.[3]

Knapp e​in Jahrzehnt v​or seinem Ableben gründete d​er Unternehmer i​m Jahr 1983 gemeinsam m​it seiner Ehefrau Irmgard (1922–2011) d​ie Dr.-Jürgen-Ulderup-Stiftung, d​ie im Februar 2009 m​it der Irmgard-Ulderup-Stiftung z​ur Dr. Jürgen u​nd Irmgard Ulderup Stiftung zusammengefasst wurde.[3]

Schriften

  • Der Stand des Weltluftverkehrs und seine Probleme, insbesondere in Deutschland (= Neue deutsche Forschungen. Abteilungen Betriebswirtschaftslehre, Bd. 1; = Bd. 17 der Gesamtreihe), Dissertation 1934 an der Technischen Hochschule in Berlin, 157 Seiten, Berlin: Junker und Dünnhaupt, 1935[2]

Ehrungen

  • Das Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup in Diepholz, Schlesierstraße 13, wurde nach dem Unternehmer Ulderup benannt.[4]

Literatur

  • Alexander Hesselbarth (Verantw.): ZF Lemförder Metallwaren AG: Kleine Chronik – ZF Lemförder, Hrsg. ZF Lemförder Fahrwerktechnik AG & Co., 31 Seiten mit zahlreichen Illustrationen, Bramsche: Rasch, [ca. 2001].
  • Michael Kamp, Ina Deppe, Robert Kieselbach: Jürgen Ulderup (1910 bis 1991). Manager, Unternehmer und Stifter, August Dreesbach Verlag, München 2018, ISBN 978-3-944334-75-2.[5]
  • Don Rolando: Die Zittwerke – Dr. Jürgen Ulderups geheime und unbekannte Schaltstelle des HOLOCAUST. 2019, ISBN 978-3-00-064285-2.
  • Werner Schwipps: Annäherungen an Jürgen Ulderup. Der Lebensweg eines deutschen Unternehmers, hrsg. von der Lemförder Metallwaren AG, 84 Seiten mit zahlreichen Illustrationen, Lemförde, Bramsche: Rasch, 1997, ISBN 3-932147-01-4.
  • Rolf Spilker: Ein Anfang. Notizen zur Entstehung der Lemförder Metallwarengesellschaft mbH. In: Rolf Spilker (Hrsg.): Richtig in Fahrt kommen: Automobilisierung nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland. eine Ausstellung des Museums Industriekultur Osnabrück. Rasch, Bramsche 2012, ISBN 978-3-89946-212-8.

Einzelnachweise

  1. Niedersächsische Personen: Ulderup, Jürgen. Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, abgerufen am 18. September 2018.
  2. Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek nebst Querverweisen
  3. Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung – Stiftungsauftrag mit einem klaren Ziel: Bildung - ein Leben lang. Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung, abgerufen am 6. September 2020.
  4. Namensgeber – Wer war Dr. Jürgen Ulderup? Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup, abgerufen am 6. September 2020.
  5. Michael Kamp, Ina Deppe, Robert Kieselbach: Jürgen Ulderup (1910 bis 1991) – Manager, Unternehmer und Stifter. August Dreesbach Verlag, abgerufen am 6. September 2020 (Kurzbeschreibung).
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