Ingeborg Fleischhauer

Eva Ingeborg Fleischhauer (* 2. September 1942 i​n Erfurt) i​st eine deutsche Historikerin.

Leben

Ingeborg Fleischhauer lebt seit 1961 in der Bundesrepublik. 1970 wurde sie in Konstanz promoviert. 1978 arbeitete sie an der Hebräischen Universität Jerusalem.[1] Später spezialisierte sie sich auf Themen, die sich mit Osteuropa beschäftigten. Im Rahmen dessen war sie auch einige Zeit Leiterin des Zentrums für russisches Reformwesen an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. Sie gilt als „erfahrene Osteuropa-Historikerin“.[2]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Das Dritte Reich und die Deutschen in der Sowjetunion. DVA, Stuttgart 1983, ISBN 978-3-421-06121-8. = Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Bd. 46.
  • Die Chance des Sonderfriedens. Siedler 1986, ISBN 978-3-88680-247-0.
  • Die Deutschen im Zarenreich. Zwei Jahrhunderte deutsch-russische Kulturgemeinschaft. DVA, Stuttgart 1986, ISBN 978-3-421-06306-9.
  • mit Benjamin Pinkus: Die Deutschen in der Sowjetunion: Geschichte einer nationalen Minderheit im 20. Jahrhundert. Hrsg.: Karl Heinz Ruffmann. Nomos, Baden-Baden 1987, ISBN 978-3-7890-1334-8.
  • Der deutsche Widerstand gegen den Russlandfeldzug. GDW, Berlin 1987.
  • Lust an der Erkenntnis: russisches Christentum. Ein Lesebuch. Hrsg. und eingeleitet von Ingeborg Fleischhauer. Piper, München u. a. 1989, ISBN 978-3-492-10866-9.
  • Der Pakt: Hitler, Stalin und die Initiative der deutschen Diplomatie 1938-1939. Ullstein, Berlin u. a. 1990, ISBN 978-3-550-07655-8.
  • Diplomatischer Widerstand gegen „Unternehmen Barbarossa“ - die Friedensbemühungen der Deutschen Botschaft Moskau 1939 - 1941. Berlin 1991, ISBN 978-3-550-07504-9.
  • Die sowjetische Außenpolitik und die Genese des Hitler-Stalin-Paktes. In: Bernd Wegner (Hrsg.): Zwei Wege nach Moskau. Vom Hitler-Stalin-Pakt bis zum „Unternehmen Barbarossa“. Piper, München 1991, ISBN 3-492-11346-X. S. 19–39.
  • Rathenau in Rapallo. Eine notwendige Korrektur des Forschungsstandes. (Rathenau and the Treaty of Rapallo). Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Band 54, Nr. 3 (2006), S. 365–415.[3]
  • Der deutsche Anteil am osmanischen Völkermord 1915–1916. Edition winterwork, Borsdorf 2015, ISBN 978-3-86468-940-6.
  • Die Russische Revolution. Lenin und Ludendorff (1905–1917). edition winterwork, Borsdorf 2017, ISBN 978-3-960142478.(Rezension in der FAZ vom 27. November 2017[4])

Einzelnachweise

  1. Karl-Heinz Ruffmann: Vorwort zu Benjamin Pinkus, Ingeborg Fleischhauer: Die Deutschen in der Sowjetunion, 1986, S. 11 f. Und Wolgadeutsche Vorwort
  2. Militärgeschichtliche Mitteilungen 77, Heft 2.
  3. https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2006_3.pdf
  4. Manfred Nebelin: Lenin und Ludendorff - Traumpaar der Oktoberrevolution
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