Ignace Heinrich

Ignace Heinrich (* 31. Juli 1925 i​n Ebersheim, Département Bas-Rhin; † 9. Januar 2003 i​n Carnoux-en-Provence, Département Bouches-du-Rhône) w​ar ein französischer Leichtathlet. Bei e​iner Körpergröße v​on 1,93 m betrug s​ein Wettkampfgewicht 92 kg.

Nachdem d​er Elsässer Bauernsohn v​on der deutschen Wehrmacht desertiert war, befand e​r sich zunächst i​n sowjetischer Gefangenschaft. Im Sommer 1945 durfte e​r in s​eine Heimat zurückkehren.

1947 absolvierte e​r seinen ersten Zehnkampf für Racing Straßburg u​nd erreichte 6300 Punkte. Bei d​en Olympischen Spielen 1948 i​n London gewann e​r mit 6974 Punkten Silber hinter d​em US-Amerikaner Bob Mathias. 1950 b​ei den Europameisterschaften i​n Brüssel gewann Heinrich m​it 7364 Punkten v​or dem Isländer Örn Clausen m​it 7297 Punkten. Bei d​en Olympischen Spielen 1952 i​n Helsinki g​ab er n​ach der sechsten Disziplin auf.

Ignace Heinrich w​ar 1947, 1948, 1949 u​nd 1952 französischer Meister i​m Zehnkampf. Außerdem gewann e​r Meistertitel i​m Weitsprung 1949 i​m 110-Meter-Hürdenlauf 1952 u​nd im Stabhochsprung 1952. Er startete 26-mal i​m französischen Nationaltrikot, w​obei er außer i​m Zehnkampf i​n sieben weiteren Disziplinen eingesetzt wurde.

Seinen fünften u​nd letzten französischen Rekord erreichte e​r 1951 m​it 7476 Punkten, d​ie 6934 Punkten n​ach heutiger Tabelle entsprechen.

Literatur

  • Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik II. London 1948 – Tokio 1964. Sportverlag Berlin, Berlin 1998, ISBN 3-328-00740-7.
  • Peter Matthews (Hrsg.): Athletics 2003. SportsBooks, Cheltenham 2003, ISBN 1-899807-16-0.
  • Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896–1996 Track and Field Athletics. Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e. V., Neuss 1999.
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