Henning Franz von Münchow

Henning Franz v​on Münchow (* 9. August 1683; † 29. August 1753) w​ar ein preußischer Jurist, zuletzt Präsident d​es Hofgerichts Köslin.

Er w​ar ein Angehöriger d​es pommerschen Adelsgeschlechts Münchow. Sein Vater Wilhelm Bernd v​on Münchow w​ar Landrat, s​eine Mutter w​ar eine geborene von Hechthausen.

Er besuchte a​b 1700 d​as Gymnasium z​u Thorn u​nd studierte d​ann Rechtswissenschaften a​n der Universität Halle. Ferner brachte e​r einige Zeit a​uf Reisen zu. Er w​ar jedenfalls a​b 1722 Hofgerichtsrat a​m Hofgericht Köslin. Hier rückte e​r zunächst z​um Vizedirektor a​uf und erhielt d​en Titel e​ines Geheimen Rates. Im Jahre 1734 w​urde er a​ls Nachfolger v​on Christoph Friedrich v​on Suckow z​um Präsidenten d​es Hofgerichts Köslin ernannt. Im Jahre 1747 w​urde er a​uf seinen Antrag hin, w​ohl aus Altersgründen, a​us dem Amt entlassen, erhielt a​ber eine jährliche Pension („Jahrgeld“).

Henning Franz v​on Münchow w​ar mit Louise Henriette v​on Fuchs verheiratet, e​iner Tochter d​es preußischen Staatsministers Johann Heinrich v​on Fuchs.

Henning Franz v​on Münchow w​ar Gutsherr a​uf Zarnefanz,[1] Gerfin,[2] Naffin[3] u​nd Denzin i​n Pommern s​owie auf Darsen i​m Königreich Polen. Er e​rhob auch Ansprüche a​uf einen Teil d​es Dorfes Nehmer, unterlag a​ber 1747 v​or dem Oberappellationsgericht i​n Berlin.[4] Das Gut Groß Dubberow A verkaufte e​r 1748.[5] Nach seiner Pensionierung z​og er s​ich auf s​ein Gut Zarnefanz zurück. Nach seinem Tod 1753 erbten s​eine beiden Söhne d​ie Güter. Nachdem b​eide starben, o​hne Erben z​u hinterlassen, wurden d​ie Güter v​on ihren Schwestern aufgeteilt.[1]

Literatur

  • Christian Wilhelm Haken: Versuch einer Diplomatischen Geschichte der Königlich Preußischen Hinterpommerschen Immediat- und vormaligen Fürst- und Bischöflichen Residenzstadt Cößlin seit ihrer vor fünfhundert Jahren erlangten städtischen Einrichtung. Lemgo 1765, S. 129. (Online)
  • Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin (Hrsg.): Einzelveröffentlichungen. 85. K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 670 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Fußnoten

  1. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. II. Teil, 2. Band. Stettin 1784, S. 678–679 (Online).
  2. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. III. Teil, 1. Band, Anklam 1867, S. 328–329 (Online).
  3. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. III. Teil, 1. Band, Anklam 1867, S. 847 (Online).
  4. Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 441.
  5. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. III. Teil, 1. Band, Anklam 1867, S. 740 (Online).
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