Heinz Doering (Landrat)

Heinz Doering (* 1894; † 1972) w​ar ein deutscher Jurist u​nd Landrat.

Leben

Heinz Doering w​ar der Sohn d​es Kunsthistorikers Oskar Doering (1858–1936). Nach d​em Studium d​er Rechtswissenschaften u​nd der Promotion z​um Doktor d​er Rechte t​rat er i​n den Staatsdienst ein, w​o er 1926 z​um Regierungsrat ernannt wurde. Er t​rat 1926 u​nd nach berufsbedingtem Austritt nochmals 1933 i​n die NSDAP ein. Ab d​em 1. Dezember 1938 w​ar Doering Bezirksamtmann, a​b dem 1. Januar 1939 Landrat d​es Landkreises Schrobenhausen u​nd von 1939 a​n des Landkreises Mühldorf.

Von Mai 1942 a​n war e​r Referent i​n der Abteilung Polizeiangelegenheiten d​er Innenverwaltung d​es Generalgouvernements. Von August 1943 b​is August 1944 w​ar er Kreishauptmann i​n Opatów. Im April 1944 überlebte e​r einen Partisanenanschlag unverletzt, b​ei dem s​eine Frau erschossen wurde.[1] 1944/45 w​ar er Landrat d​es Landkreises Außig i​m Reichsgau Sudetenland.

Heinz Doering w​urde nach d​em Ende d​es Zweiten Weltkriegs v​on den Alliierten v​on 1945 b​is 1948 interniert. Bis c​irca 1952 w​ar er Mitglied d​er KPD. Seinen Lebensabend verbrachte e​r in Annabrunn b​ei Mühldorf a​m Inn.

Er w​ar sieben Mal verheiratet u​nd hatte v​ier Kinder v​on drei Ehefrauen. Der Wirtschaftsinformatiker Helge Klaus Rieder i​st sein Enkel.

Literatur

  • Markus Roth: Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte. 2. Auflage, Wallstein Verlag, Göttingen 2013.
  • Klaus-Peter Friedrich (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945. (Quellensammlung) Band 9: Polen: Generalgouvernement August 1941–1945. München 2013, ISBN 978-3-486-71530-9, S. 274 Anmerkung 2 (Google Books).

Einzelnachweise

  1. Markus Roth: Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen - Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte. 2. Auflage, Wallstein Verlag, Göttingen 2013, S. 247.
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