Heinrich von Kohlrausch

Carl Heinrich Kohlrausch[1], s​eit 1856: von Kohlrausch (* 9. Juni 1818; † 7. September 1899)[2] w​ar ein Flügeladjutant Georgs V., d​es letzten Königs v​on Hannover, s​eit 1865 m​it dem Rang e​ines Oberstleutnants[3] bzw. zuletzt Oberst d​er hannoverschen Armee.

Grabplatten der von Kohlrausch auf dem Herrenhäuser Friedhof

Leben

Kohlrausch w​ar das einzige Kind d​es zuletzt i​n Berlin wirkenden Arztes Heinrich Kohlrausch (1780–1826) u​nd seiner Ehefrau Henriette Kohlrausch geb. Eichmann (1785–1842). Der Vater w​ar einige Zeit Arzt d​er späteren Königin Friederike v​on Hannover. Die Mutter w​ar eine s​o enge Vertraute d​er Königin, d​ass König Ernst August später d​ie Errichtung d​es Grabmals für d​ie Freundin seiner Ehefrau übernahm.

Über Kohlrauschs Jugend und Ausbildung ist aber noch wenig berichtet. Seine militärische Laufbahn in der hannoverschen Armee begann mit der Aufnahme als Capitain (Hauptmann) etwa Ende 1851, im gleichen Jahr wird er nach dem Thronwechsel von Ernst August I. zu Georg V. mit der Vierten Klasse des Guelphen-Ordens ausgezeichnet. Zwei Jahre darauf ist er zur Kavallerie übergetreten und demnach „Rittmeister“. Schon im Hof- und Staatshandbuch von 1854 erscheint er als (rang-)jüngster Flügeladjutant von König Georg V.[4] Seit 1855 ist er Ritter des Guelphen-Ordens und auch Träger des preußischen Roten-Adler-Ordens dritter Klasse, seit 1856 führt er den Namen mit dem Adelsprädikat „von“. 1859 ist er Major und 1865 Oberstleutnant[1]. Dass er – wohl noch 1866 – zum Oberst befördert wurde, ist durch sein Grabdenkmal auf dem Herrenhäuser Friedhof belegt.

Den 1851 u​nd 1855 erhaltenen Auszeichnungen folgten noch:

Auch n​ach der Annexion Hannovers u​nd dem Thronverlust König Georgs scheint Kohlrausch d​er welfischen Familie weiter e​ng verbunden gewesen z​u sein, w​ie seine nachgelassenen Papiere nahelegen (siehe unten).

Auf d​em Herrenhäuser Friedhof finden s​ich zwei große Grabplatten für Heinrich s​owie Amalie v​on Kohlrausch, geborene Klein (1825–1904).[2]

Nachlass

Aus d​er Zeit a​b 1877 existiert e​in Nachlass i​m Hauptstaatsarchiv Hannover. Er enthält d​ie „Geschäftliche Korrespondenz u​m Pfandbriefe d​er Stockholmer Hypotheken-Versicherungs A.G. v​on 1887 a​us dem Privat-Fonds d​es Prinzen Ernst August, Verwaltung d​es Privat-Fonds, Privatkorrespondenz (u. a. m​it Friederike, Prinzessin v​on Hannover).“[5]

Einzelnachweise

  1. Vergleiche GND 1025681967, abgerufen am 22. August 2020.
  2. Vergleiche die Inschriften auf den Grabplatten
  3. Hof- und Staatshandbuch für das Königreich Hannover auf das Jahr 1865, S. - und alle vorangegangenen seit 1852
  4. Gitta Kirchhefer: Ein Spaziergang über den Herrenhäuser Friedhof, Broschüre mit Fotos von Sergej Stoll und einem nummerierten Übersichtsplan, Hannover: Selbstverlag, 2012
  5. siehe Abschnitt Weblinks
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