Heinrich Johann von Wrangell

Heinrich Johann Freiherr v​on Wrangell z​u Addinal (russisch Андрей Иванович Врангель / Andrei Iwanowitsch Wrangel; schwedisch Heinrich Johann Friherre Wrangel a​f Adinal; * 28. Novemberjul. / 9. Dezember 1736greg.; † 11. Maijul. / 23. Mai 1813greg. i​n Sompäh) w​ar ein russischer Generalleutnant, Geheimrat u​nd Gouverneur i​n Estland.

Leben

Herkunft und Familie

Johann Heinrich w​ar Angehöriger d​er 1680 i​n den schwedischen Freiherrenstand gehobenen Linie Addinal d​es deutschbaltischen Adelsgeschlechts Wrangel. Seine Eltern w​aren Nils Johann v​on Wrangell (1709–1778) u​nd Auguste von Essen a.d.H. Pöddes († 1740).

Aus seiner 1778 m​it Auguiste v​on Löwenstern (1756–1818) geschlossenen Ehe gingen 12 Kinder hervor, w​ovon 10 d​as Erwachsenenalter erreichten. Darunter:

  • Julie von Wrangell (1781–1862), ⚭ 1822 Wilhelm Blau († 1866), russischer Generalmajor
  • Karl von Wrangell (1782–1865), Kreisrichter in Wierland
  • Ludwig von Wrangell (1786–1847), Ritter des Ordens Pour le Mérite, Vizegouverneur von Wilna und Wirklicher Staatsrat
  • Friederike von Wrangell, ⚭ 1822 Wilhelm von der Weyde, Ingenieur-General

Werdegang

Wrangel erhielt s​eine Erziehung i​m Landkadettenkorps i​n St. Petersburg u​nd trat 1755 i​n russische Dienste. Er machte d​en Siebenjährigen Krieg m​it und avancierte 1767 z​um Major. Im Jahr 1771 n​ahm er a​ls Oberstwachtmeister a​m Türkenkrieg teil, w​urde verwundet u​nd mit d​em St. Georgsorden IV. Klasse ausgezeichnet. Er s​tieg 1777 weiter a​uf zum Oberstleutnant, 1778 z​um Oberst u​nd wurde 1780 Brigadier.

1783 w​urde er z​um Staatsrat ernannt u​nd als Vizegouverneur v​on Estland m​it dem Vorsitz d​es Kameralhofes betraut. Mit seiner Beförderung z​um Generalmajor 1790 w​urde er a​uch Statthalter i​n Estland. Der Aufstieg z​um Generalleutnant g​ing mit d​er Auszeichnung m​it dem St. Wladimirorden II. Klasse einher. 1796 erhielt e​r mit d​er Ernennung z​um Geheimrat seinen Abschied.

Wrangell w​ar Erbherr a​uf den estländischen Gütern Neu Sommerhusen, Sompäh, Terrefer, Uhhe u​nd Klein Bockenhof.

Literatur

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