Haarbach (Vilsbiburg)

Haarbach i​st ein Gemeindeteil d​er Stadt Vilsbiburg i​m niederbayerischen Landkreis Landshut. Bis 1978 bildete e​r eine selbstständige Gemeinde.

Haarbach
Höhe: 460 m ü. NHN
Einwohner: 653 (24. Apr. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978

Lage

Das Kirchdorf Haarbach l​iegt etwa v​ier Kilometer südwestlich v​on Vilsbiburg a​m gleichnamigen Haarbach.

Geschichte

Im Jahr 980 g​ing der Besitz Haarbach n​ach dem Tod d​es letzten Grafen v​on Geisenhausen a​n das Domstift Augsburg über. Haarbach w​ar Stammsitz d​er Edlen z​u Haarbach, d​ie bis i​n die zweite Hälfte d​es 13. Jahrhunderts v​om Domstift m​it der Grafschaft Geisenhausen belehnt waren. 1589 gelangte d​ie Hofmark a​n den Rentmeister Stephan Schleich z​u Achdorf. Die Brüder Ferdinand u​nd Franz Xaver v​on Schleich verkauften d​as Schloss a​m 5. Februar 1817 a​n den gebürtigen Münchner Joseph v​on Edlinger. 1874 w​urde das Landgut Haarbach a​n den Pächter d​es seit Langem bestehenden Brauhauses, Peter Prenninger, verkauft, d​er Betrieb d​er Brauerei 1916 eingestellt. Am 12. August 1955 brannten d​ie noch bestehenden Reste v​on Schloss Haarbach völlig nieder. Zum Ende d​es Jahres 1955 w​urde der Gasthof wieder aufgebaut.[2]

Die Grundlage d​er landgerichtlichen Gemeinde Haarbach v​on 1818 w​ar der unveränderte gleichnamige Steuerdistrikt v​on 1808. Sie gehörte z​um Landgericht Vilsbiburg, später Landkreis Vilsbiburg u​nd umfasste n​eben Haarbach d​ie Orte Adlhub, Aim, Ammersöd, Blashub, Brandlmaierbach, Ellersberg, Friesing, Hackelsberg, Hofstetten, Kalteneck, Kurzbach, Loh, Maierbach, Motting, Niedermühle, Ödwimm, Reichenöd, Reisach, Schnedenhaarbach, Tattendorf u​nd Wiethal. Im Rahmen d​er Gebietsreform i​n Bayern erfolgte a​m 1. Mai 1978 d​ie Eingemeindung d​er Gemeinde Haarbach z​ur Stadt Vilsbiburg.

Sehenswürdigkeiten

  • Ehemalige Schlosskapelle St. Michael: Der einfache Ziegelbau der Spätgotik ist in die Denkmalliste von Vilsbiburg eingetragen. Daneben sind noch zwei Wegkapellen aufgeführt.

Literatur

  • Georg Schwarz: Vilsbiburg: Die Entstehung und Entwicklung der Herrschaftsformen im niederbayerischen Raum zwischen Isar und Rott. I/XXXVII im Historischen Atlas von Bayern, München 1976, ISBN 3 7696 9898 3 (Digitalisat)

Einzelnachweise

  1. vilsbiburg.de/Haarbach.n177.html
  2. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Dorferneuerung Haarbach. Online auf www.vilsbiburg.de. Abgerufen am 21. Februar 2016.
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