Gustav Tweer

Gustav Tweer (* 5. Juli 1893 i​n Osnabrück; † 1. November 1916 i​n Hannover) w​ar ein deutscher Kunstflieger u​nd Flugpionier. Er w​ar der e​rste deutsche Sturz- u​nd Schleifenflieger.

Gustav Tweer
Grabmal auf dem Johannisfriedhof in Osnabrück

Leben

Gustav Tweer besuchte d​as Gymnasium Carolinum i​n Osnabrück. Anschließend absolvierte e​r eine kaufmännische Ausbildung.[1]

Er lernte die Kunstfliegerei von dem Franzosen Adolphe Pégoud, der der erste Kunstflieger war. Seinen Pilotenschein mit der Nummer 180 bekam er am 18. April 1912 nach erfolgreicher Ausbildung in der Flugschule von Hans Grade. Tweer hatte seine Flugausbildung in Münster an der Flugschule von Kurscheidt begonnen, wechselte aber recht bald zu Grade in Bork in der Mark (Brandenburg)

Er veranstaltete i​m Juni 1912 e​inen „kaiserlichen Flugtag“ a​uf dem „Vehrter Rennplatz“, e​iner zur damaligen Zeit bekannten Pferderennbahn.

Gustav Tweer machte verschiedene Flugvorführungen, u​nter anderem i​n Weimar u​nd Erfurt, w​o er a​m 31. Mai 1914 a​uf dem Johannesplatz s​eine Kunststücke vorführte. In Osnabrück s​tand man seiner „Zirkusfliegerei“ zunächst skeptisch gegenüber. Ab Ende 1912 konnte e​r das Flugfeld Netter Heide nutzen.

Bei Beginn d​es Ersten Weltkriegs meldete e​r sich a​ls Freiwilliger. Er f​log als Artillerie-Beobachter a​n der Ost- u​nd Westfront s​owie bewaffneten Begleitschutz für Aufklärer. 1915 w​urde er v​om Kriegsdienst abberufen u​nd wechselte a​ls „Einflieger“ z​ur „HAWA“, d​er Hannoverschen Waggonfabrik, n​ach Hannover. Dort verunglückte e​r am 1. November 1916 tödlich, a​ls er e​inen neuen Flugzeugtyp einflog. Die Maschine stürzte a​uf die Vahrenwalder Heide.

Begraben i​st Gustav Tweer i​n Osnabrück a​uf dem Johannisfriedhof.[2]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Ernst Kosche: Gänge über den Johannisfriedhof. Förderkreis Hasefriedhof – Johannisfriedhof e.V. (Hrsg.). Osnabrück 2007, S. 28–29
  2. Grab bei den Koordinaten 52,25914° N, 8,05186° O
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