Gottlob Heinrich Schulz

Gottlob Heinrich Schulz (auch: Gottlieb Heinrich Schulz; * 28. Januar 1764 i​n Meißen[1]; † 26. Februar 1821[2] i​n Dresden) w​ar ein deutscher Jurist u​nd Bürgermeister.

Leben

Gottlob Heinrich Schulz studierte Rechtswissenschaften u​nd wurde 1799 Ratsherr i​n Dresden. 1804 w​ird er a​ls Mitglied d​es Stadtrats z​um Stadtgerichtsassessor u​nd Deputat d​er Wasserkommission. 1809 erfolgte s​eine Ernennung z​um Stadtrichter, Stadtsteuereinnehmer u​nd Deputatus d​er Steuerkreditkasse[3] i​n Leipzig, d​ie 1763 z​ur Tilgung d​er durch d​en siebenjährigen Krieg entstandenen Landesschulden, gegründet worden war.

1815 w​urde er v​om Dresdner Stadtmagistrat n​eben Johann August Beck u​nd Carl Christian Pohland z​u einem d​er drei Bürgermeister. Im ersten Jahr w​ar er beisitzender Bürgermeister, jedoch bereits 1816 w​urde er regierender Bürgermeister i​n Dresden; weiterhin übte e​r noch d​ie Funktionen d​es Administrators d​es geistlichen Brückenamtes u​nd Gotteskastens aus, w​ar Inspektor d​er Kreuz-, Frauen- u​nd Sophienkirche s​owie Inspektor d​er Böhmischen Freischreibeschule u​nd Deputatus b​eim städtischen Leihhaus. 1817 w​urde er wieder beisitzender Bürgermeister n​eben dem Prokonsul Carl Christian Pohland u​nter der Leitung d​es regierenden Bürgermeisters Friedrich Wilhelm Hermann. Seine weiteren Aufgaben i​n diesem Jahr betrafen d​ie Administratur d​es Leubnitzer Amtes, d​ie Inspektion d​er Niederlage u​nd Wagenpfennigeinnahme u​nd er b​lieb Deputatus b​eim Leihhaus s​owie Deputatus b​ei der Steuerkreditkasse i​n Leipzig. 1819 w​ar er wiederum regierender Bürgermeister v​on Dresden, zusammen m​it Friedrich Wilhelm Hermann u​nd Carl Christian Pohland a​ls Beisitzer. Zusätzlich h​atte er d​as Amt d​es Tranksteuereinnehmers übernommen, b​evor er 1820 wiederum selbst beisitzender Bürgermeister wurde.

Gottlob Heinrich Schulz w​ar mit Christiane Wilhelmine Sophie geb. Dittmar (* 3. März 1784; † 8. Februar 1834) verheiratet. Die Tochter d​es Paares:

  • Anne Marie Schulz (* 17. Februar 1816 in Dresden; † 2. August 1844 ebenda) heiratete am 8. September 1835 in Dresden den Juristen, späteren Stadtrat und Dresdner Bürgermeister, Theodor Julius Hertel (1807–1880). Das Paar hatte eine Tochter, Anna Maria Hertel (1837–1865). Sie heiratete 1862 den Senatspräsidenten beim Dresdner Oberlandesgericht, Oskar Constanz Leonhardi (1831–1897[4]).

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Neues allgemeines Intelligenzblatt für Literatur und Kunst. Nr. 39 v. 20. November 1802, 1802 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung: Intelligenzblatt. Nr. 40, v. Juli 1821, 1821 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Carl H. von Römer: Staatsrecht und Statistik des Churfürstenthums Sachsen. 1788, S. 622 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Todtenschau. In: Illustrirte Zeitung, Nr. 2827, 2. September 1897, S. 300 („Oskar Konstanz Leonhardi, bis 1894 Senatspräsident am Oberlandesgericht in Dresden, ein hochgeachteter Jurist, † daselbst am 24. August im 66. Lebensjahre.“).
VorgängerAmtNachfolger
Carl Christian PohlandBürgermeister von Dresden
1815–1821
Friedrich Wilhelm Hermann
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