Gertrud Schreiter

Gertrud Schreiter (* 27. Dezember 1912 i​n Berlin; † 28. September 1948 i​n Hameln) w​ar eine deutsche Aufseherin, d​ie von 1939 b​is 1945 i​m Konzentrationslager Ravensbrück eingesetzt war. Zuletzt bekleidete Schreiter d​ie Funktion d​er Arbeitsdienstführerin.

Schreiter w​urde nach Ende d​es Zweiten Weltkriegs v​on der englischen Besatzungsmacht i​n Deutschland v​or Gericht gestellt. Ihr w​urde zur Last gelegt, Häftlinge misshandelt u​nd an Selektionen v​on Gefangenen teilgenommen z​u haben. Hierfür w​urde sie i​m letzten Verfahren d​er Ravensbrück-Prozesse z​um Tode verurteilt u​nd am 28. September 1948 gehängt.[1]

  • Silke Schäfer: Zum Selbstverständnis von Frauen im Konzentrationslager. Das Lager Ravensbrück. Berlin 2002 (Dissertation TU Berlin), urn:nbn:de:kobv:83-opus-4303, doi:10.14279/depositonce-528.
  • Daniel Patrick Brown: The Camp Women: The Female Auxiliaries who Assisted the SS in Running the Nazi Concentration Camp System, Schiffer Pub., 2002, S. 211.

Einzelnachweise

  1. Simone Erpel: Die britischen Ravensbrück-Prozesse 1946–1948. In: Simone Erpel (Hrsg.): Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück. Begleitband zur Ausstellung. Berlin 2007, S. 123ff.
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