Georg Morgenstern

Georg Morgenstern (* 6. April 1892 i​n Hainichen; † 12. Februar 1975 i​n Göttingen-Weende) w​ar ein deutscher Philosoph u​nd Hochschullehrer.

Leben

Der Sohn e​ines Kaufmanns besuchte d​as Staatsgymnasium Chemnitz b​is zum Abitur 1911. Morgenstern begann m​it einem Studium d​er Geschichte i​n Göttingen, wechselte u​nter dem Eindruck Edmund Husserls z​ur Philosophie u​nd 1912/13 n​ach Leipzig. Nach d​em Kriegsdienst v​on November 1914 b​is 1916, d​er wegen e​ines Herzfehlers beendet wurde, studierte u​nd promovierte e​r 1917 i​n Leipzig über d​en Begriff d​er Existenz i​n der modernen Philosophie b​ei Johannes Volkelt, d​ann in Leipzig Assistent u​nd Studienassessor i​n Wurzen. Als Assistent v​on Max Scheler s​eit 1920 w​urde er 1924 Privatdozent i​n Köln n​ach einer Habilitation über d​en Wissenschaftscharakter d​er Pädagogik. Ab 1926 b​is 1932 lehrte e​r an d​er Pädagogischen Akademie Elbing Philosophie, n​ach deren Verkleinerung w​urde er a​n die Pädagogische Akademie Frankfurt (Main) abgeordnet. Weil e​r Funktionär i​m Preußischen Lehrerverein gewesen war, w​urde er 1933 i​n den Ruhestand versetzt. Doch 1934 berief i​hn Friedrich Kreppel a​ls Dozent a​n die Hochschule für Lehrerbildung Weilburg. Ab 1938 lehrte e​r dort a​ls Professor b​is zur Schließung. Anschließend w​urde er a​n die Lehrerbildungsanstalten Hannover u​nd Hirschberg versetzt. 1937 w​ar er i​n die NSDAP eingetreten, ebenso i​n den NS-Dozentenbund.

Ab 1946 lehrte e​r wieder a​m Pädagogischen Institut Weilburg u​nd war b​is 1950 d​er erste Direktor v​or Walter Asmus (1950–1954), d​ann bis z​ur Emeritierung 1957 n​och dessen Stellvertreter. Im Alter z​og er n​ach Weende.

Schriften

  • Der Begriff der Existenz in der modernen Philosophie, Leipzig 1917 [= Dissertation]
  • mit Hildegard Hetzer: Kind und Jugendlicher auf dem Lande. Beiträge zur psychologischen und pädagogischen Tatsachenforschung. Lindau (Bodensee): Piorkowski 1952

Literatur

  • Alexander Hesse: Die Professoren und Dozenten der preußischen pädagogischen Akademien (1926–1933) und Hochschulen für Lehrerbildung (1933–1941). Deutscher Studien-Verlag, Weinheim 1995, ISBN 3-89271-588-2, S. 522524 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.