Friedrich Wendorff

Friedrich Wilhelm August Wendorff (* 1. Januar 1829 i​n Langenfelde, Pommern; † 1907) w​ar ein deutscher Richter u​nd Parlamentarier.

Leben

Nach d​em Abitur 1847 a​m Gymnasium Stralsund studierte Friedrich Wendorff Rechtswissenschaften a​n der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, d​er Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg u​nd der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. 1848 w​urde er Mitglied d​es Corps Rhenania Bonn.[1] Nach d​em Studium schlug e​r die Richterlaufbahn e​in und w​urde Kreisgerichtsrat i​n Stralsund. 1874 w​urde er außerdem Mitglied d​es Verwaltungsgerichts i​n Stralsund. Nachdem e​r Kreisgerichtsdirektor i​n Stralsund geworden war, w​urde er 1888 z​um Präsidenten d​es Landgerichts Stendal ernannt. Er besaß d​as Gut Toitz b​ei Nossendorf.

Von 1873 b​is 1876 saß Wendorff a​ls Abgeordneter d​es Wahlkreises Stralsund 2 (Grimmen, Greifswald) i​m Preußischen Abgeordnetenhaus. Durch s​eine Ernennung z​um Mitglied d​es Verwaltungsgerichts i​n Stralsund verlor e​r am 21. Mai 1874 s​ein Mandat, w​urde jedoch umgehend wiedergewählt. Er gehörte d​er Nationalliberalen Partei an.[2]

Er w​ar verheiratet m​it Caroline Emilie, geb. Zober. Hugo Wendorff w​ar ein Sohn d​es Paares. Zur Erinnerung a​n seinen a​m 12. August 1876 verstorbenen Sohn Hermann errichtete Friedrich Wendorff d​ie Hermann Wendorffsche Stiftung m​it einem Kapital v​on 500 Mk. z​ur Auszeichnung für e​inen Obertertianer a​m Gymnasium Stralsund.[3]

Auszeichnungen

Literatur

  • Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 410.
  • 476. † Wendorff, Friedrich. In: Matrikel der Bonner Rhenanen 1820-1970, 1970, S. 93, Band 4 der Blaubücher der Bonner Rhenania
  • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 10700.

Einzelnachweise

  1. Kösener Korpslisten 1910, 26, 294
  2. Parlamentarisches Handbuch für den Deutschen Reichstag und den Preußischen Landtag 1874, S. 118
  3. Gymnasium Stralsund: Schulprogramm 1894, S. 18
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