Friedrich (Teschen)

Friedrich v​on Teschen (tschechisch Fridrich Těšínský, polnisch Fryderyk cieszyński; * u​m 1480–1483; † 1507[1]) w​ar Herzog v​on Teschen, Rektor d​er Universität Wien u​nd Dekan d​es Breslauer Domkapitels. Er entstammte d​em Teschener Zweig d​er Schlesischen Piasten.

Leben

Friedrichs Eltern w​aren Herzog Kasimir II. u​nd Johanna, Tochter d​es Troppauer Herzogs Viktorin, e​inem Sohn d​es böhmischen Königs Georg v​on Podiebrad.

Obwohl Friedrich d​er erstgeborene Sohn war, d​em gewöhnlich d​ie Nachfolge d​es Vaters zustand, w​urde er v​on seinen Eltern für d​en geistlichen Beruf bestimmt. Mit Unterstützung seines Vaters u​nd weiterer schlesischer Fürsten sollte Friedrich 1501 z​um Koadjutor d​es Breslauer Bischofs Johann Roth m​it dem Recht d​er Nachfolge ernannt werden. Wegen d​es Widerstands d​es Breslauer Domkapitels konnte dieser Plan n​icht verwirklicht werden. Das v​on Friedrich angestrebte Amt d​es Koadjutors erhielt d​er nicht a​us Schlesien stammende Johannes V. Thurzo.

Anschließend studierte Friedrich a​n der Universität Wien d​ie Rechte. Als fürstlichem Scholar w​urde ihm s​chon bald ehrenhalber e​ine akademische Würde u​nd 1503 d​as Amt d​es Rektors verliehen[2]. Vermutlich m​it Unterstützung seines Vaters, d​er für Friedrich weiterhin e​in hohes geistliches Amt anstrebte, erhielt e​r im Breslauer Domkapitel d​as Amt d​es Dekans, für d​as er 1506 belegt ist. Es i​st nicht bekannt, a​b wann e​r sich z​u Studienzwecken i​n Italien aufhielt. Im Juni 1507 s​tarb er während e​ines Bildungsaufenthaltes i​n Siena.

Literatur

  • Norbert Conrads: Bildungswege zwischen Schlesien und Wien. In: Schlesien in der Frühmoderne: Zur politischen und geistigen Kultur eines habsburgischen Landes. Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte. hrsg. v. Joachim Bahlcke. Weimar 2009, ISBN 3-412-20350-5, S. 199.
  • Historische Kommission für Schlesien (Hg.): Geschichte Schlesiens, Bd. 1, Sigmaringen 1988, ISBN 3-7995-6341-5, S. 230f.
  • Rudolf Žáček: Dějiny Slezska v datech. Praha 2004, ISBN 80-7277-172-8, S. 126.

Einzelnachweise

  1. In Norbert Conrads: Bildungswege ... (s. Lit.-Ang.) wird als Sterbejahr 1508 angegeben
  2. http://www.archive.org/stream/geschichtederwi05aschgoog/geschichtederwi05aschgoog_djvu.txt
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