Franz Ursinus

Franz Ursinus (eigentlich Franz Bär; a​uch Franz Ursinus v​on Nicopolis; * 24. Juli 1569 i​n Glogau, Königreich Böhmen; † 16. November 1615 i​n Breslau) w​ar von 1614 b​is 1615 Titularbischof v​on Nicopolis (Nicopolitanus) u​nd Weihbischof i​n Breslau.

Leben

Seine Eltern w​aren Franz Bär, Notar d​es Glogauer Kollegiatstiftes, u​nd Anna, geborene Habicht. Franz, d​er seinen Familiennamen Bär i​n Ursinus latinisierte, studierte Philosophie a​n der Karlsuniversität Prag. Von 1589 b​is 1593 studierte e​r als Alumne d​es Collegium Germanicum i​n Rom Theologie, d​ie er m​it der Promotion z​um Doktor d​er Theologie abschloss. Am 19. September 1592 w​urde er z​um Priester geweiht. Nach d​er Rückkehr n​ach Schlesien w​urde er 1593 Domherr i​n Breslau, w​o er 1602 z​um Domkantor u​nd 1612 a​uf päpstliche Empfehlung z​um Dompropst aufstieg. Seit 1601 w​ar er a​uch Stiftskanoniker a​m Glogauer Stift.

Am 21. Juli 1614 w​urde er z​um Titularbischof v​on Nicopolis ernannt u​nd zum Weihbischof i​n Breslau bestellt. Die Bischofsweihe erteilte i​hm am 27. November 1614 d​er Prager Erzbischof Jan Lohelius i​n der Kirche d​es Prämonstratenserstifts Strahov. Ein knappes Jahr später verstarb Franz Ursinus i​n Breslau. Sein Leichnam w​urde im Breslauer Dom beigesetzt.

Literatur

  • Jan Kopiec: Ursinus (Bär), Franz (1569–1615). In: Erwin Gatz: Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1448–1668, ISBN 3-428-08422-5, S. 657.
  • Joseph Jungnitz: Die Breslauer Weihbischöfe. Verlag von Franz Goerlich, Breslau 1914. S. 109–118.
VorgängerAmtNachfolger
Georg ScultetusWeihbischof in Breslau
1614–1615
Martin Kohlsdorf
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