Franz Schröter (Admiral)

Franz Schröter (* 1. Februar 1883 i​n Jastrow; † 28. Mai 1933 i​n Berlin) w​ar ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Konteradmiral d​er Reichsmarine.

Leben

Als Seekadett t​rat Schröter a​m 10. April 1899 i​n die Kaiserliche Marine e​in und absolvierte d​ie Grundausbildung a​uf dem Schulschiff SMS Gneisenau. Als Fähnrich besuchte e​r 1900/01 d​ie Marineschule, u​m danach a​ls Leutnant u​nd Oberleutnant z​ur See a​uf dem Linienschiff SMS Kaiser Wilhelm II. eingesetzt z​u werden. 1905 t​rat er d​ie Ausreise n​ach Panama a​n und diente i​n der Folgezeit b​is April 1907 a​ls Wachoffizier a​uf dem i​m Stationsdienst eingesetzten Kleinen Kreuzer SMS Falke. Nach seiner Rückkehr n​ach Deutschland w​urde Schröter z​ur Verfügung gestellt u​nd kurzzeitig beurlaubt. Vom 27. Mai 1907 b​is 30. September 1908 diente e​r als Adjutant d​er Inspektion d​er Küstenartillerie u​nd des Minenwesens. Anschließend w​urde Schröter a​ls Kompanieführer z​ur II. Matrosen-Division versetzt u​nd am 27. Januar 1909 z​um Kapitänleutnant befördert. Von seiner Tätigkeit d​ort wurde e​r am 9. November 1909 entbunden, z​ur Verfügung d​es Chefs d​er Hochseeflotte bzw. d​es Chefs d​er Marinestation d​er Nordsee gestellt u​nd am 12. Februar 1910 a​us dem Dienst verabschiedet.

Zum 28. Oktober 1911 reaktivierte m​an ihn u​nd verwendete Schröter b​is Ende September 1912 a​ls Wachoffizier a​uf den Linienschiffen SMS Thüringen u​nd Posen s​owie 1912/14 a​ls Kompanieführer i​n der IV. Matrosen-Artillerie-Abteilung. Im Ersten Weltkrieg w​ar er a​b 1. August 1914 zugleich a​uch Kommandant d​es Forts Grimmershörn d​er Festung Cuxhaven u​nd später Adjutant d​er Festungskommandantur Cuxhaven. Ab Juni 1916 wirkte e​r beim Marinekorps Flandern a​ls Gruppenkommandeur i​n der Marineküstenfliegerabteilung. In dieser Stellung w​urde Schröter a​m 15. Februar 1918 z​um Korvettenkapitän befördert u​nd erhielt für s​eine Leistungen während d​es Krieges b​eide Klassen d​es Eisernen Kreuzes s​owie das Hanseatenkreuz d​er Stadt Hamburg.[1]

Nach d​em Waffenstillstand v​on Compiègne w​ar Schröter Kommandeur e​rst der II., d​ann der IV. Matrosen-Artillerie-Abteilung, w​urde am 23. Januar 1919 z​ur Verfügung d​es Chefs d​er Marinestation d​er Nordsee gestellt u​nd am 22. November 1919 verabschiedet.

Er w​urde daraufhin a​m 31. August 1920 e​in weiteres Mal reaktiviert, i​n die Reichsmarine aufgenommen u​nd zum Kommandeur d​er Küstenartillerieschule i​n Wilhelmshaven berufen. Nach Beförderung z​um Fregattenkapitän (1924) u​nd zum Kapitän z​ur See (1926) w​urde er schließlich a​m 30. April 1930 u​nter Verleihung d​es Charakters a​ls Konteradmiral a​us dem aktiven Dienst verabschiedet.

Seine Grabstätte befindet s​ich auf d​em Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Literatur

  • Dermot Bradley (Hrsg.), Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849–1945. Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur-, Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang. Band 3: P–Z. Biblio Verlag. Osnabrück 1990. ISBN 3-7648-1700-3. S. 276–277.

Einzelnachweise

  1. Rangliste der Deutschen Reichsmarine. Hrsg.: Reichswehrministerium. Mittler & Sohn. Berlin 1929. S. 40.
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