Eugen von Waldthausen

Eugen v​on Waldthausen (* 8. Mai 1855 i​n Essen; † 29. Juli 1941 ebenda) w​ar ein deutscher Kaufmann, Stifter u​nd Politiker.

Leben und Wirken

Ehrengrab Eugen und Agnes Waldthausen auf dem Friedhof Bredeney in Essen

Eugen v​on Waldthausen, Großcousin d​es Kommerzienrats u​nd Unternehmers Ernst v​on Waldthausen, w​ar der Sohn d​es Kaufmanns Gustav Arnold v​on Waldthausen (1823–1909) u​nd seiner Ehefrau Ottilia Luisa geborene v​an Beughem (1829–1900).[1] Er besuchte d​ie Realschule II. Ordnung, d​as damalige Humboldt-Gymnasium, a​us der d​ie heutige Frida-Levy-Gesamtschule hervorging. Er erreichte 1874 d​ie Obersekundareife. Nach d​em darauffolgenden Besuch d​er Kaufmännischen Hochschule i​n Lausanne vollzog e​r eine kaufmännische Ausbildung i​n Köln, Bremen, Le Havre u​nd London. Am 24. November 1883 heiratete e​r Agnes Platzhoff (1861–1927) a​us Elberfeld i​n Wiesbaden.[1]

In Bremen arbeitete e​r bei e​iner zu seiner Familie gehörenden Baumwollimportfirma. 1880 t​rat er i​n die v​on seinem Vater übernommene Indigo-Importfirma i​n Essen ein, d​ie er a​b 1892 a​ls Teilhaber leitete, g​ab sie jedoch 1909 aufgrund d​er technischen Umwälzung i​m Farbenbereich d​er chemischen Industrie auf.

Waldthausen w​ar Mitglied i​n zahlreichen Aufsichtsräten, darunter d​ie Rheinischen Stahlwerke, d​ie Deutsche Erdöl AG, d​ie Magdeburger Bergwerks-AG, d​ie Westfälisch-Anhaltische Sprengstoff AG u​nd die Nordstern-Versicherung.

Für d​as Essener Stadttheater, später Grillo-Theater genannt, d​ie Krankenanstalten u​nd das Museum Folkwang errichtete e​r Stiftungen. Die d​er Förderung d​es Kunstsinns dienenden Stiftungen wurden 1934 u​nter dem Namen Eugen-und-Agnes-von-Waldthausen-Platzhoff-Museums-Stiftung m​it Sitz i​n Essen zusammengefasst.

Eugen v​on Waldthausen w​ar von 1892 b​is 1919 Stadtverordneter i​n Essen. Er w​urde an d​er Seite seiner Frau Agnes a​uf dem Friedhof Bredeney i​n Essen beigesetzt. Per Ratsbeschluss d​er Stadt Essen v​om 12. Dezember 2012 w​urde das Grab z​um Ehrengrab erklärt.

Literatur

  • Fritz Pudor: Eugen von Waldthausen; In: Nekrologe aus dem Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet, Jahrgang 1939/1951, Düsseldorf 1955, S. 60.
  • Robert Volz: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 2: L–Z. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, DNB 453960294, S. 1977.
  • Erwin Dickhoff: Essener Köpfe. Hrsg.: Stadt Essen–Historischer Verein für Stadt und Stift Essen. Klartext-Verlag, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1231-1, S. 355, 356.

Einzelnachweise

  1. J. von Waldthausen, Stammtafeln der Familie von Walthausen, 1932, Stammtafel 17; In: G. Dittrich/H.F. Friederichs, Deutsches Familienarchiv 29, 1965, S. 176
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