Eugen Merzbacher (Numismatiker)

Eugen Merzbacher (* 4. Dezember 1845 i​n München; † 18. September 1903 ebenda) w​ar ein deutscher Numismatiker u​nd Münzhändler.

Leben

Merzbacher, Sohn d​es Bankiers, Münzhändlers u​nd Mäzens Abraham Merzbacher, studierte n​ach dem Abitur 1866 a​m Wilhelmsgymnasium München[1] Klassische Philologie u​nd Archäologie zunächst i​n München, später i​n Berlin, w​o er 1873 m​it einer Arbeit z​um antiken Schekel promoviert wurde. In Berlin w​ar vor a​llem Julius Friedländer v​om Münzkabinett für i​hn von entscheidendem Einfluss, ferner d​er Breslauer Rabbiner Moritz Abraham Levy, d​ie ihn b​eide in seiner Erforschung d​er antiken jüdischen Münzen unterstützten.

Merzbacher kehrte n​ach München zurück u​nd arbeitete i​n der Münzhandlung seines Vaters, d​ie er n​ach dessen Tod 1885 übernahm (Firma Dr. Eugen Merzbacher Münzenhandlung). Die Firma gehörte m​it ihren Katalogen u​nd Versteigerungen z​u den führenden deutschen Münzhändlern. Merzbachers Hauptinteresse g​alt der Geschichte d​er jüdischen Münzen, daneben publizierte e​r auf d​em Gebiet d​er Numismatik v​on der Antike b​is zur Renaissance.

Verheiratet w​ar er m​it Rosa, geborene Jaffé. Die gemeinsame Tochter Elisabeth Kitzinger w​ar in d​er jüdischen Wohlfahrtspflege tätig u​nd mit d​em Münchner Rechtsanwalt Wilhelm Kitzinger (* 1870) verheiratet. Der Kunsthistoriker Ernst Kitzinger w​ar sein Enkel.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • De siclis, nummis antiquissimis Iudaeorum. Dissertation Berlin 1873.

Literatur

  • Georg Habich, In: Mitteilungen der Bayerischen Numismatischen Gesellschaft. Jg. 22/23, 1903/1904, ZDB-ID 501258-2, S. XII–XIV.
  • Isaac Landman (Hrsg.): The Universal Jewish Encyclopedia. Band. 7. Universal Jewish Encyclopedia Co., New York NY 1948.

Einzelnachweise

  1. Jahres-Bericht vom k. Wilhelms-Gymnasium zu München. 1865/66, ZDB-ID 2752053-5, S. 11.
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