Erbfeind
Erbfeind ist ein deutscher Begriff, der seit dem 16. Jahrhundert verwendet wird. Erstmals taucht er 1587 im Theatrum Diabolorum als Benennung für den Teufel auf.[1] Bis heute gilt er unter anderem als eine verhüllende Benennung für den Teufel.[2] In der Zeit der Türkenkriege im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Türken als „Feinde der Christen“ damit bezeichnet. Seit den napoleonischen Kriegen wurde der Begriff auf Frankreich übertragen (→ Deutsch-französische Erbfeindschaft).[1][3]

Michael Wening: Wahre Abbildung der Herrlichen Victoria so von den Christen wider den Erbfeind. Kupferstich zur Illustration der Schlacht bei Gran (1685)
Verallgemeinert meint der Begriff heute „Volk, das seit Generationen als ständiger Feind bekämpft wird“ oder „seit Langem verhasster Gegner“.[2]
Einzelnachweise
- Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2019, ISBN 978-3-11-154376-5 (google.de [abgerufen am 18. Juli 2020]).
- Erbfeind, der. In: www.duden.de. Abgerufen am 21. Juli 2020.
- Wirsching, Hélène Miard-Delacroix: Von Erbfeinden zu guten Nachbarn: Ein deutsch-französischer Dialog. Reclam Verlag, 2019, ISBN 978-3-15-961514-1 (google.de [abgerufen am 18. Juli 2020]).
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