Emud

Die Firma Emud w​ar ein 1911 d​urch Ernst Mästling i​n Ulm a​ls Mechanische Werkstätte Ernst Mästling a​ls Hersteller v​on vernickelten Regenschirmgestellen gegründetes Unternehmen.

EMUD
Rechtsform
Gründung 1911
Auflösung 1972
Sitz Ulm Deutschland Deutschland
Leitung Ernst Mästling
Branche Unterhaltungselektronik

1923 t​rat Mästling d​em Funkverband b​ei und erhielt 1924 d​ie Genehmigung für d​en Bau v​on Rundfunkanlagen. Unter d​em Markennamen Emud (Ernst Mästling Ulm Donau) produzierte d​ie Firma n​un Radiogeräte.[1]

Zusammen m​it den Firmen Brandt (Roland Brandt Berlin), Braun, Rundfunkwerkstätten Berlin, Rundfunktechnische Erzeugergemeinschaft, Schaleco u​nd Wega gründete Emud 1936 d​ie Radio Union für d​en Bau d​er eigenen Volksempfänger RU1 u​nd RU3. Die Zusammenarbeit w​urde nach z​wei Jahren beendet.[2]

Nach d​em Krieg wurden einige Geräte u​nter dem Namen Mästling vertrieben.

1956 beschäftigte d​as Unternehmen e​twa 600 Mitarbeiter. 25 % d​es Umsatzes wurden d​urch den Export erwirtschaftet. Die Produktion d​er Radiogeräte w​urde aufgrund sinkender Nachfrage bereits 1968 eingestellt.[3]

Emud belieferte die Schneiderwerke mit Radiogeräten für den Bau von Tonmöbeln. Nach der Insolvenz 1972 übernahm Schneider den einstigen Zulieferer.[4] Bau- und Ersatzteile aus der Konkursmasse erwarb der damalige bayrische Maschinenhersteller Pollin, welcher damit sein heutiges Hauptgeschäft, den Vertrieb von Elektronikteilen, begründete.[5]

Einzelnachweise

  1. Die Anfänge des Rundfunks in Ulm, swp.de, 21. Januar 2016
  2. Die Geschichte des Volksempfängers, Welt der alten Radios.de, abgerufen 1. Juni 2019
  3. Hersteller: Information und Geschichte, radiomuseum.org, abgerufen 1. Juni 2019
  4. Deutsche TV-Geräte aus dem Programm genommen, Augsburger Allgemeine, 27. November 2014
  5. Firmenhistorie, pollin.de, abgerufen 1. Juni 2019
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