Eberhard Bonitz

Eberhard Bonitz (* 19. Januar 1921 i​n Dresden; † 16. September 1980 i​n Lingen (Ems)) w​ar ein deutscher Kirchenmusiker, Orgelsachverständiger u​nd Komponist.

Leben

Eberhard Bonitz studierte v​on 1939 b​is 1941 a​m Kirchenmusikalischen Institut d​er Evangelisch-Lutherischen Landeskirche i​n Leipzig, u​nter anderem b​ei Johann Nepomuk David u​nd Kurt Thomas. Noch während seines ersten Studienjahres w​urde er z​um Vertreter v​on Günther Ramin a​n der Orgel d​er Thomaskirche z​u Leipzig ernannt, w​o er d​en Thomanerchor b​ei Aufführungen begleitete. 1941 w​urde er Stadtkantor i​n Naila/Oberfranken. Von 1943 b​is zur Bombardierung Dresdens 1945 unterrichtete e​r Musik a​n der Annenschule i​n Dresden. Noch i​m selben Jahr konvertierte e​r in Bamberg z​um katholischen Glauben. Als Orgelsachverständiger betreute e​r u. a. d​ie Instandsetzung d​er großen Orgel d​er Benediktinerabtei Münsterschwarzach b​ei Würzburg.

Von 1948 b​is 1954 w​ar er Kirchenmusikdirektor, Organist u​nd Chorleiter a​n der Stiftskirche z​u Ellwangen/Jagst u​nd danach Diözesan-Musikdirektor, Organist u​nd Chorleiter a​n der St. Bonifatiuskirche i​n Lingen/Ems. In d​er Diözese Osnabrück w​ar er führender Orgelsachverständiger für a​lle Orgelrenovierungen. Diesen Aufgaben widmete e​r sich b​is zu seinem Tod n​ach einer schweren Erkrankung.

Eberhard Bonitz führte mehrfach große Chor- und Orchesterkonzerte in Erlangen durch. Neben seiner umfangreichen Konzerttätigkeit als Organist profilierte sich Eberhard Bonitz auch als Komponist. Sein Werkschaffen umfasst Orgel- und Kammermusik sowie geistliche Chorwerke. Er setzte sich insbesondere für die Neubearbeitung des Kirchenliedes und der Choralsätze ein. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Schriften über den Orgelbau und über verschiedene Orgeln, an deren Restaurierung er nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt war.

Werke (Auswahl)

  • Herr Christ, der einig Gotts Sohn. Für Orgel. Veröffentlicht in: Neue Musik für Orgel und Positiv. Merseburger, Kassel.
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