BMC 350 EA

1968 startete d​er BMC 350EA a​ls Nachfolger d​es Morris LD Van/Austin 1000/1500kg Van. Nach d​er Fusion v​on British Motor Corporation (BMC) u​nd Leyland Motors z​ur British Leyland Motor Corporation (BLMC) w​urde das Modell n​icht mehr a​ls Morris/Austin vermarktet u​nd die Produktion d​es Leyland 2-Tonner s​owie Leyland 15/20 eingestellt.

Leyland

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350 EA / EA
Hersteller: BMC / Leyland
Produktionszeitraum: 1968–1984
Vorgängermodell: Morris LD Van/Austin 1000/1500kg Van
Leyland 2-Tonner
Nachfolgemodell: Freight Rover 200-300
Technische Daten
Bauformen: Kastenwagen, Pritschenwagen, Kleinbus
Motoren: Ottomotor:
2,5 Liter (51 kW)
Dieselmotor:
2,5 Liter (42 kW)
Nutzlast: 1,5–2,0 t
zul. Gesamtgewicht: 3,5–4,0 t

Der 350 EA w​ar daher d​as erste Modell d​es Konzerns, d​as von Beginn a​n als BMC angeboten wurde, während z​um Beispiel d​er BMC 250 JU o​der der BMC J4 n​ur umbenannte Modelle waren.

Wie d​as Vorgängermodell w​ar er e​in Kleintransporter i​n Frontlenker-Bauweise m​it zwischen Fahrer- u​nd Beifahrersitz eingebautem Motor, dessen Kraft m​it Kardanwelle a​uf die Hinterachse übertragen wurde. Vom Vorgänger unterschieden i​hn im Karosseriebereich einige Details:

  • Der Kastenwagen für Haus-zu-Haus Zustellung hatte nun ab Werk zwei vordere Schiebetüren.
  • Kleinbus und Rettungswagen hatten wie bereits der Pritschenwagen vorn zwei Klapptüren.
  • Eine Sattelzugmaschine wurde nicht mehr produziert, da hierfür nun der BMC FG alleine im Segment vorgesehen war.
  • Ein Fahrgestell mit Motor (Windlauf) für Aufbauten war ebenfalls wieder verfügbar.
  • Der Rettungswagen hatte nun eine spezielle eigene Karosserie auf der Plattform des 350 EA,
  • Es gab aber auch einen Krankentransportwagen auf Basis des 350-EA-Kastenwagen.
  • Die Nutzlast betrug nun einheitlich 1500 kg.

Bei gleichem Radstand gab es beim Kastenwagen zwei unterschiedliche Längen mit einer Laderaum-Kapazität von 7,7 m³ und 9,1 m³. Ein 2,5-Liter-Ottomotor mit seitlicher Nockenwelle und 51 kW (69 PS) oder ein 2,5-Liter-Dieselmotor mit 42 kW (58 PS) trieb das Fahrzeug an, jeweils mit 5-Gang Schaltgetriebe.

Leyland EA 1970–1984

1970 ließ BLMC den Markennamen BMC fallen und der 350 EA wurde nun als Leyland EA vermarktet. Gleichzeitig wurde das Modellangebot überarbeitet. Eine neue Langversion wurde eingeführt, wodurch nun eine Laderaumkapazität von 9,1 m³ mit kurzem Radstand und 11 m³ bei langem Radstand beim Kastenwagen verfügbar wurde. Die Nutzlast wurde auf 1 ½ bis 2 Tonnen erhöht, wodurch das Gesamtgewicht über 3500 kg stieg und die Bezeichnung 350 im Namen entfiel. Nunmehr wurde auch wieder ein Fahrgestell mit Fahrerhaus für Aufbauten angeboten.

In der Werbung sprach Leyland von einer „Kiste auf Rädern“ oder als „schlicht, praktisch und voll gepackt mit Power“. Wie bei BLMC charakteristisch zur damaligen Zeit, schwankten die Verarbeitungsqualität und Zuverlässigkeit. Dadurch erreichte der EA nie die Flottenverkäufe wie der Morris LD Van, war aber dennoch ein vertrauter Anblick auf den Straßen des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland in den 1970er Jahren. Außer in den Commonwealth-Ländern erreichte er auch einige Verkaufserfolge in Kontinentaleuropa.

Ab 1982 b​is 1984 ersetzten i​hn nach u​nd nach d​ie größeren Versionen d​es Freight Rover 200-300/Sherpa.

Commons: BMC vehicles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Leyland vehicles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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