Alexander Hormuzaki (Politiker)

Alexander Hormuzaki (* 16. August 1823 i​n Czernawka (Cernăuca) b​ei Czernowitz (Cernăuți); † 8. März 1871 i​n Neapel, beerdigt i​n Dulcești, Bezirk Neamț) w​ar ein österreichisch-rumänischer Politiker u​nd Publizist i​m Herzogtum Bukowina.[1]

Alexander Hormuzaki

Abstammung

Seine Familie, d​ie ihrem Namen n​ach griechischer, fanariotischer Abstammung ist, gehörte z​um Adel d​er Moldau. Im Jahr 1636 w​urde ein Hurmuzaki w​egen seiner Verdienste für d​en Diwan v​om Fürsten d​er Moldau m​it einem Gut beschenkt. Unter d​er Regierung d​es Fürsten Nikolaus Mavrocordatos, a​uch ein Fanariot, w​ar Emanuel Oberstallmeister u​nd Diwansmitglied.

Constantin, kaufte im Jahre 1765 das Gut Czernawka (Cernăuca). Alexanders Vater Doxaki (1782–1857) pflegte aus politischen Gründen geflüchteten rumänischen Führern aus Siebenbürgen unter hohem finanziellen Einsatz Zuflucht zu gewähren.[2] Er hatte bereits 1818 um die Verleihung des Grafenstandes gebeten, was jedoch abgelehnt wurde. Auch seine Bitte um die Erhebung in den Freiherrenstand wurde negativ beschieden. Die Familie führte fortan widerrechtlich den Rittertitel in der Bukowina.[1]

Alexander w​ar der Bruder d​es langjährigen Landeshauptmanns d​er Bukowina Eudoxius v​on Hormuzaki u​nd des Juristen u​nd Politikers Constantin Hormuzaki.

Biographie

Grabmal Alexanders in Dulcești

Er war Abgeordneter des Bukowiner Landtags sowie langjährigerer Reichsratsabgeordneter. Alexander war einer der Vorbereiter der rumänisch-nationalen Bewegung in der Bukowina, Mitbegründer der "Rumänischen Akademischen Gesellschaft", Präsident der rumänischen Kultur- und Literaturgesellschaft, der Vorläuferin der am 1. April 1866 gegründeten "Academia Română" (Rumänischen Akademie), zu deren Gründungsmitgliedern er zählte.[3] Er setzte sich explizit für die Einführung der rumänischen Sprache an Schulen sowie die Reform des Bildungswesens ein. Beeindruckend waren seine Artikel über das Bildungswesen, die in der Foaia Societății publiziert wurden. Er blieb ledig und kinderlos.[4][5]

Literatur

  • Erich Prokopowitsch: Der Adel in der Bukowina, Verlag „Der Südostdeutsche“, München 1983
  • I. G. Sbiera: Hurmuzachi. Enciclopedia Română, II., Bukarest 1900
  • Ion Nistor: Istoria Bucovinei. Ed. Humanitas, Bukarest, 1991
Commons: Alexandru Hurmuzachi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Erich Prokopowitsch, Der Adel in der Bukowina, Verlag "Der Südostdeutsche", München 1983, S. 124
  2. I. G. Sbiera, "Hurmuzachi", Enciclopedia Română, 1900,II, S. 736–739
  3. Academia Română: Offizielle Website (englisch)
  4. Erich Prokopowitsch, Der Adel in der Bukowina, Verlag "Der Südostdeutsche", München 1983, S. 163
  5. Patrioti cu inima, cu fapta, 5 decembrie 2005, Carmen Preotesoiu, Jurnalul Național
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