Adolf Albin

Adolf Albin (* 14. September 1848 in Bukarest; † 22. März 1920 in Wien) war ein Schachmeister und -theoretiker aus Rumänien. In dem stark besetzten Turnier 1893 in New York wurde er Zweiter hinter Emanuel Lasker. Auch an dem berühmten Turnier 1895 in Hastings nahm er teil. Albin spielte mehrere Wettkämpfe, darunter 1894 in New York gegen Jackson Whipps Showalter (7:10 bei 9 Remisen), 1900 in Wien gegen Simon Alapin (1:1 bei 4 Remisen), 1901 in Wien gegen Georg Marco (2:4 bei 4 Remisen) und 1918 in Wien gegen Richard Réti (1:1). Seine höchste historische Elo-Zahl betrug 2643 im August 1895. Zu der Zeit lag er auf Platz 15 der Weltrangliste.

Adolf Albin im Jahr 1895
Verband Rumänien Fürstentum 1867 Rumänien
Geboren 14. September 1848
Bukarest, Fürstentum Walachei
Gestorben 22. März 1920
Wien
Beste EloZahl 2643 (August 1895) (historische Elo-Zahl)

Die Schachtheorie bereicherte e​r durch d​ie Untersuchung e​ines Abspiels a​us dem Damengambit, d​as den Namen „Albins Gegengambit“ erhalten h​at (1. d2–d4 d7–d5 2. c2–c4 e7–e5). Es w​urde von i​hm im Jahr 1893 g​egen Lasker i​n die Turnierpraxis eingeführt u​nd später a​uch von Alexander Aljechin gelegentlich angewendet. Außerdem spielte Albin 1890 i​n Wien a​ls Erster d​ie später a​ls Aljechin-Chatard-Angriff bekannt gewordene Variante g​egen die Französische Verteidigung. Sein 1872 erschienenes Werk Amiculu Jocului d​e Schach w​ar das e​rste Schachbuch i​n rumänischer Sprache.

Michael Lorenz w​ies in Chess Note 11752 (March 8, 2020) nach, d​ass Albin a​m 22. März 1920 starb, u​nd nicht (wie bisher angenommen) a​m 1. Februar 1920.[1]

Literatur

  • Olimpiu G. Urcan: Chess fathering a nation. Moravian Chess, Olomouc 2004, ISBN 80-7189-514-8.
  • Olimpiu G. Urcan: Adolf Albin in America. A European Chess Master’s Sojourn, 1893–1895. McFarland, Jefferson 2008. ISBN 978-0-7864-3010-9.
  • Adolph (sic!) Albin: Schach-Aphorismen und Reminiscenzen, Selbstverlag, Hannover 1899.

Einzelnachweise

  1. "Chess Note 11752" at www.chesshistory.com
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